Dulaglutid (T2DM): Therapie bei Niereninsuffizienz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2020 bewertet den Zusatznutzen von Dulaglutid. Der Wirkstoff wird zur Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt.

Die Bewertung erfolgt im Vergleich zu vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapien. Dabei wird zwischen verschiedenen Therapiestufen unterschieden, von der Monotherapie bis zur Kombination mit Insulin.

Grundlage der Bewertung sind randomisierte kontrollierte Studien mit einer Mindestdauer von 24 Wochen. Besondere Beachtung finden patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität und Nebenwirkungen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass bei einer Kombination von Dulaglutid mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin ein erhöhtes Risiko für Hypoglykämien besteht. Es wird beschrieben, dass eine schrittweise Reduktion der Insulin- oder Sulfonylharnstoffdosis dieses Risiko senken kann. Zudem wird ein besonderes Augenmerk auf den Flüssigkeitshaushalt bei gastrointestinalen Nebenwirkungen empfohlen, um Nierenschäden durch Dehydrierung zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist für die Monotherapie bei Metformin-Unverträglichkeit kein Zusatznutzen belegt. Es wurden vom Hersteller keine relevanten Daten für diese Fragestellung eingereicht.

Der Bericht hält fest, dass bei leichter bis schwerer Nierenfunktionseinschränkung keine Dosisanpassung erforderlich ist. Bei terminaler Niereninsuffizienz (eGFR < 15 ml/min/1,73 m2) wird die Anwendung jedoch nicht empfohlen.

Das IQWiG konnte auf Basis der eingereichten REWIND-Studie keinen Beleg für einen kardiovaskulären Zusatznutzen im deutschen Versorgungskontext ableiten. Die Studie wurde aufgrund methodischer Einschränkungen und fehlender Übertragbarkeit der Standardtherapie nicht anerkannt.

Die Auswertungen zeigen, dass gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö sehr häufig auftreten. Diese führen laut Bericht auch signifikant häufiger zu Therapieabbrüchen als unter der Vergleichstherapie.

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Quelle: IQWiG A20-09: Dulaglutid (Diabetes mellitus Typ 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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