IQWiG2019Pneumologie

Ivacaftor bei zystischer Fibrose: IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A19-65 bewertet den Zusatznutzen von Ivacaftor bei zystischer Fibrose (Mukoviszidose). Die Bewertung bezieht sich auf Patientinnen und Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 25 kg.

Voraussetzung für die Behandlung ist das Vorliegen der Gating-Mutation G551D im CFTR-Gen. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Best supportive Care (BSC) festgelegt.

Die zystische Fibrose ist eine progrediente Erkrankung, die eine kontinuierliche symptomatische Therapie erfordert. Der Bericht stützt sich auf die Daten der randomisierten kontrollierten Studien VX08-770-102 und VX08-770-103.

Empfehlungen

Die Bewertung des Zusatznutzens unterscheidet sich laut Bericht nach Altersgruppen. Es wurden verschiedene patientenrelevante Endpunkte wie Morbidität, Symptomatik und gesundheitsbezogene Lebensqualität untersucht.

Zusammenfassung des Zusatznutzens

Die nachfolgende Tabelle stellt das Ausmaß des Zusatznutzens nach Altersgruppe dar:

PatientengruppeVergleichstherapieAusmaß des Zusatznutzens
Patienten ab 12 JahrenBest supportive Care (BSC)Anhaltspunkt für geringen Zusatznutzen
Kinder (6 bis 11 Jahre)Best supportive Care (BSC)Zusatznutzen nicht belegt

Ergebnisse für Patienten ab 12 Jahren

Für Patientinnen und Patienten ab 12 Jahren zeigt die Bewertung mehrere positive Effekte im Vergleich zur Best supportive Care. Dem steht ein Anhaltspunkt für einen höheren Schaden durch Schwindelgefühl gegenüber.

Zusammenfassend ergeben sich für diese Altersgruppe folgende Vorteile:

  • Eine beträchtliche Reduktion von pulmonalen Exazerbationen.

  • Verbesserungen in der Symptomatik, insbesondere im Bereich des Atmungssystems.

  • Eine Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (körperliches Wohlbefinden und Vitalität).

Ergebnisse für Kinder von 6 bis 11 Jahren

Für Kinder in dieser Altersgruppe mit einem Körpergewicht von mindestens 25 kg konnten weder positive noch negative Effekte festgestellt werden. Es zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede in den untersuchten Endpunkten.

Endpunktübergreifende Ergebnisse

In beiden eingeschlossenen Studien traten keine Todesfälle auf. Ein Zusatznutzen bezüglich der Gesamtmortalität ist somit nicht belegt.

Die Daten zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE) waren laut Bericht nicht verwertbar. Der Grund hierfür war die methodisch unzureichende Miterfassung von pulmonalen Exazerbationen unter den unerwünschten Ereignissen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Bewertung ist bei der Interpretation der Studiendaten zu beachten, dass schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE) nicht verwertbar waren. Dies lag daran, dass Ereignisse der Grunderkrankung, wie pulmonale Exazerbationen, fälschlicherweise miterfasst wurden. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass für Kinder unter 12 Jahren aktuell kein Zusatznutzen belegt ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Bewertung bezieht sich auf Patientinnen und Patienten, bei denen die Gating-Mutation G551D im CFTR-Gen vorliegt.

Für Patientinnen und Patienten ab 12 Jahren sieht der Bericht einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Dies basiert unter anderem auf einer signifikanten Reduktion pulmonaler Exazerbationen.

Nein, für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren ist laut Bewertung kein Zusatznutzen belegt. In den vorliegenden Studiendaten zeigten sich für diese Altersgruppe keine signifikanten Unterschiede zur Vergleichstherapie.

Bei Patienten ab 12 Jahren zeigte sich ein Anhaltspunkt für einen höheren Schaden durch Schwindelgefühl. Die Daten zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen waren methodisch bedingt nicht verwertbar.

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Quelle: IQWiG A19-65: Ivacaftor (zystische Fibrose, ab 6 Jahre, mit G551D Mutation) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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