IQWiG2018Psychiatrie

Cariprazin: Schizophrenie-Therapie & Negativsymptomatik

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Cariprazin. Das Ziel des Berichts ist die Bewertung des Zusatznutzens im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bei erwachsenen Personen mit Schizophrenie.

Die Bewertung unterscheidet zwei Fragestellungen basierend auf den Therapiezielen. Dies umfasst zum einen die Behandlung der akuten Symptomatik und zum anderen die Langzeitbehandlung beziehungsweise Rückfallprophylaxe.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurden Amisulprid, Aripiprazol, Olanzapin, Paliperidon, Quetiapin, Risperidon oder Ziprasidon festgelegt. Vorausgesetzt wird dabei die Möglichkeit für Dosisoptimierungen entsprechend den Vorgaben der jeweiligen Fachinformation.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Kritikpunkt des IQWiG an den vorgelegten Studien zur Akutbehandlung war die fehlende Möglichkeit zur Dosisanpassung. Es wird betont, dass die sinnvolle Dosis von Antipsychotika im Einzelfall nicht sicher vorhergesagt werden kann. Daher wird eine patientenindividuelle Titration mit der niedrigsten wirksamen Dosis als essenziell für den Behandlungserfolg und die Minimierung von Nebenwirkungen angesehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut der IQWiG-Nutzenbewertung hängt dies von der Patientengruppe ab. Für Personen mit überwiegender Negativsymptomatik in der Langzeitbehandlung gibt es einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen. Für die Akutbehandlung und für Personen ohne Negativsymptomatik ist ein Zusatznutzen nicht belegt.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurden Amisulprid, Aripiprazol, Olanzapin, Paliperidon, Quetiapin, Risperidon oder Ziprasidon festgelegt. In der für die Langzeitbehandlung relevanten Studie wurde Cariprazin direkt mit Risperidon verglichen.

In der Studie zur Langzeitbehandlung zeigte sich ein relevanter positiver Effekt beim psychosozialen Funktionsniveau, gemessen mit dem PSP-Gesamtscore. Bei der Schizophrenie-Symptomatik (PANSS) und den Nebenwirkungen ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zur Vergleichstherapie.

Die Studien MD-04 und MD-16 wurden ausgeschlossen, da sie ein starres Dosierungsregime ohne ausreichende Möglichkeit zur patientenindividuellen Dosisanpassung verwendeten. Das Institut bewertet dieses Vorgehen als nicht vereinbar mit den Anforderungen an eine leitliniengerechte Akutbehandlung der Schizophrenie.

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Quelle: IQWiG A18-25: Cariprazin (Schizophrenie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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