IQWiG2019Neurologie

Erenumab: Migräneprophylaxe, Indikation und Wirksamkeit

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A18-71 bewertet den Zusatznutzen von Erenumab zur Migräneprophylaxe bei erwachsenen Personen mit mindestens vier Migränetagen pro Monat. Die Bewertung erfolgt im Vergleich zu vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapien.

Das Dokument unterteilt die Zielpopulation in drei Fragestellungen, abhängig von der Anzahl und Art der erfolglosen Vortherapien. Für die ersten beiden Fragestellungen, welche unbehandelte Personen sowie das Versagen spezifischer erster und zweiter Wirkstoffklassen umfassen, wurden keine Daten vorgelegt.

Für die dritte Fragestellung, bei der medikamentöse Optionen ausgeschöpft sind und nur noch Best Supportive Care (BSC) infrage kommt, stützt sich die Bewertung auf die randomisierte, kontrollierte Studie LIBERTY. Diese vergleicht Erenumab plus BSC mit Placebo plus BSC über einen Zeitraum von 12 Wochen.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt der Nutzenbewertung ist die strenge Definition der Vortherapien. Ein belegter Zusatznutzen für Erenumab wird vom IQWiG nur für jene Gruppe gesehen, bei der alle etablierten medikamentösen Prophylaxen (wie Betablocker, Topiramat, Amitriptylin sowie Valproinsäure oder Botulinumtoxin) versagt haben oder kontraindiziert sind. Für Therapie-naive Personen oder bei weniger streng ausgeschöpften Vortherapien gilt der Zusatznutzen mangels vorgelegter Daten formal als nicht belegt.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung gibt es einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen, jedoch nur für eine spezifische Gruppe. Dies betrifft Personen, für die nach Versagen mehrerer Vortherapien nur noch Best Supportive Care infrage kommt.

Die Bewertung unterscheidet verschiedene Stufen der Vortherapie. Bevor ein Zusatznutzen belegt ist, müssen in der Regel Therapien mit Betablockern, Flunarizin, Topiramat, Amitriptylin sowie Valproinsäure oder Botulinumtoxin erfolglos geblieben oder kontraindiziert sein.

In der für die Bewertung relevanten Studie LIBERTY wurde Erenumab in einer Dosierung von 140 mg alle vier Wochen subkutan verabreicht. Die Standardempfehlung der Fachinformation liegt bei 70 mg, wobei manche Personen von 140 mg profitieren können.

In der untersuchten Studienpopulation zeigte sich ein statistisch signifikanter Vorteil für Erenumab gegenüber Placebo. Der Anteil der Personen, bei denen sich die monatlichen Migränetage um mindestens 50 Prozent reduzierten, war unter der Verum-Therapie signifikant höher.

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Quelle: IQWiG A18-71: Erenumab (Migräneprophylaxe) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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