Cariprazin (Schizophrenie): Zusatznutzen und Akathisie
Hintergrund
Der Bericht des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) bewertet nachgereichte Daten zum Wirkstoff Cariprazin. Es handelt sich um ein Addendum zur Nutzenbewertung in der Indikation Schizophrenie.
Im Fokus steht die Langzeitbehandlung und Rückfallprophylaxe. Speziell wird das Risiko für Akathisie als extrapyramidal-motorische Störung im Vergleich zur Therapie mit Risperidon untersucht.
Die Bewertung basiert auf der randomisierten kontrollierten Studie 188-005. Hierbei wurde die Barnes Akathisia Rating Scale (BARS) zur Messung der Symptomatik herangezogen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass bei der Erhebung von Akathisie mittels der Barnes Akathisia Rating Scale (BARS) die isolierte Betrachtung der Einzelitems aussagekräftiger ist als ein ungewichteter Gesamtscore. Zudem wird betont, dass sich das Akathisie-Risiko unter Cariprazin in der Langzeitbehandlung nicht signifikant von dem unter Risperidon unterscheidet.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG gibt es bei der Langzeitbehandlung von Erwachsenen mit überwiegender Negativsymptomatik einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen. Bei der Akutbehandlung sowie bei anderen Patientengruppen ist ein Zusatznutzen nicht belegt.
Der Bericht stellt fest, dass es in der Langzeitbehandlung keinen statistisch signifikanten Unterschied bezüglich der Akathisie-Inzidenz gibt. Ein höherer oder geringerer Schaden durch Cariprazin im Vergleich zu Risperidon ist somit nicht belegt.
Der Bericht verweist auf die Barnes Akathisia Rating Scale (BARS). Diese erfasst objektive und subjektive Unruhe sowie eine globale klinische Bewertung durch den Arzt.
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Quelle: IQWiG A18-50: Cariprazin (Schizophrenie) - Addendum zum Auftrag A18-25 (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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