Axitinib bei Nierenzellkarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Axitinib bei erwachsenen Personen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Die Bewertung erfolgt nach Ablauf einer vorherigen Befristung.
Die Untersuchung unterteilt sich in zwei Fragestellungen, abhängig von der vorangegangenen systemischen Therapie. Es wird zwischen einer Vorbehandlung mit Sunitinib und einer Vorbehandlung mit Zytokinen unterschieden.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde für die Sunitinib-Gruppe Nivolumab oder Everolimus festgelegt. Für die Zytokin-Gruppe dient Sorafenib als Vergleichstherapie.
Empfehlungen
Der IQWiG-Bericht formuliert folgende Ergebnisse zum Zusatznutzen:
Vorbehandlung mit Sunitinib
Für die Patientengruppe mit vorangegangener Sunitinib-Therapie wurden laut Bericht keine Daten vorgelegt. Daher ist ein Zusatznutzen von Axitinib im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie für diese Gruppe nicht belegt.
Vorbehandlung mit Zytokinen
Für die Patientengruppe mit vorangegangener Zytokin-Therapie basiert die Bewertung auf den Studien AXIS und A4061051/2L. Der Bericht stellt einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Axitinib gegenüber Sorafenib fest.
Hinsichtlich der Endpunkte Gesamtüberleben, Symptomatik und Gesundheitszustand zeigt sich laut Bewertung kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen.
Bei den Nebenwirkungen ergeben sich laut Bericht folgende Unterschiede im Vergleich zu Sorafenib:
| Nebenwirkung | Effekt unter Axitinib | Ausmaß laut Bewertung |
|---|---|---|
| Hand-Fuß-Syndrom (schwer) | Geringerer Schaden | Erheblich |
| Alopezie | Geringerer Schaden | Beträchtlich |
| Ausschlag | Geringerer Schaden | Beträchtlich |
| Dysphonie | Höherer Schaden | Beträchtlich |
| Fatigue (schwer) | Höherer Schaden | Gering |
| Schilddrüsenunterfunktion | Höherer Schaden | Beträchtlich |
Die Ergebnissicherheit wurde in der Bewertung insgesamt auf einen Anhaltspunkt herabgestuft. Dies wird mit einer unvollständigen Datenvorlage zu unerwünschten Ereignissen begründet.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass unter der Therapie mit Axitinib im Vergleich zu Sorafenib ein höheres Risiko für Dysphonie, schwere Fatigue und Schilddrüsenunterfunktion besteht. Gleichzeitig wird ein geringeres Risiko für ein schweres Hand-Fuß-Syndrom beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen für diese Gruppe nicht belegt. Es wurden keine entsprechenden Studiendaten eingereicht.
Die Bewertung stellt einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber Sorafenib fest. Dies basiert vor allem auf einem geringeren Schaden bei bestimmten Nebenwirkungen.
Der Bericht zeigt keinen statistisch signifikanten Unterschied beim Gesamtüberleben zwischen den beiden Behandlungsarmen. Ein Zusatznutzen ist in diesem Punkt nicht belegt.
Laut Bewertung zeigt sich unter Axitinib ein höherer Schaden bezüglich Dysphonie, schwerer Fatigue und Schilddrüsenunterfunktion.
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Quelle: IQWiG A17-12: Axitinib (Nierenzellkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Ablauf Befristung) (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.