IQWiG2016Onkologie

Crizotinib bei NSCLC: ALK-Status und Therapieempfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG stellt ein Addendum zur Nutzenbewertung von Crizotinib in der Erstlinientherapie des anaplastische Lymphomkinase (ALK)-positiven, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) dar. Grundlage der Bewertung ist die Studie PROFILE 1014.

In dieser randomisierten, kontrollierten Studie wurde Crizotinib mit einer Platin-basierten Kombinationsbehandlung (Pemetrexed plus Cisplatin oder Carboplatin) verglichen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte zuvor Carboplatin als zweckmäßige Vergleichstherapie für Patienten mit erhöhtem Risiko für Cisplatin-induzierte Nebenwirkungen benannt.

Das IQWiG weist darauf hin, dass die Ergebnisse aufgrund des offenen Studiendesigns und stark unterschiedlicher Behandlungsdauern ein hohes Verzerrungspotenzial aufweisen. Zudem wechselten über 70 Prozent der Patienten im Kontrollarm im Verlauf auf eine Therapie mit Crizotinib.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht ist bei der Beurteilung der Symptomverbesserung unter Crizotinib der Status von Hirnmetastasen relevant. Es wird dargelegt, dass Patienten ohne Hirnmetastasen signifikant häufiger von einer Besserung des globalen Gesundheitsstatus und einem geringeren Appetitverlust profitieren als Patienten mit Hirnmetastasen. Zudem wird auf spezifische unerwünschte Ereignisse wie Sehstörungen und Bradykardien hingewiesen, die unter Crizotinib häufiger auftreten als unter der Vergleichschemotherapie.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht konnte in der Studie PROFILE 1014 kein statistisch signifikanter Unterschied in der Gesamtmortalität nachgewiesen werden. Die Datenlage wird jedoch durch einen hohen Anteil an Therapiewechslern aus dem Kontrollarm stark eingeschränkt.

Die Auswertung zeigt, dass unter Crizotinib spezifische unerwünschte Ereignisse wie Diarrhö, Bradykardie, Ödeme, Schluckbeschwerden und Sehstörungen signifikant häufiger auftreten. Bei europäischen Patienten wurde zudem vermehrt eine periphere Neuropathie beobachtet.

Der Bericht bescheinigt Crizotinib einen positiven Effekt auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Es zeigten sich signifikante Verbesserungen in der körperlichen, emotionalen und sozialen Funktion im Vergleich zur Chemotherapie.

Das IQWiG merkt an, dass die Patienten im Kontrollarm möglicherweise unterbehandelt waren. Dies liegt daran, dass nach sechs Zyklen Chemotherapie keine Erhaltungstherapie erlaubt war und unklar ist, ob Patienten unter Carboplatin von Cisplatin profitiert hätten.

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Quelle: IQWiG A16-26: Crizotinib - Addendum zum Auftrag A15-59 (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen

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