IQWiG2013Infektiologie

EVG/COBI/FTC/TDF bei HIV-1: Zusatznutzen und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A13-25 bewertet den Zusatznutzen der Wirkstoffkombination Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (EVG/COBI/FTC/TDF). Die Bewertung erfolgt für Erwachsene, die mit dem Humanen Immundefizienzvirus 1 (HIV-1) infiziert sind.

Es wird zwischen therapienaiven und antiretroviral vorbehandelten Patienten unterschieden. Für beide Gruppen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) spezifische zweckmäßige Vergleichstherapien festgelegt.

Bei therapienaiven Patienten dient Efavirenz in Kombination mit zwei Nukleosid-/Nukleotidanaloga als Vergleich. Für vorbehandelte Patienten ist eine individuelle Therapie in Abhängigkeit der Vorbehandlung und Resistenzbildung vorgesehen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass unter der Therapie mit EVG/COBI/FTC/TDF bei therapienaiven Patienten signifikant häufiger AIDS-definierende Ereignisse und schwerwiegende Infektionen auftraten als unter der Vergleichstherapie. Es wird dargelegt, dass diese negativen Effekte in der Gesamtabwägung die positiven Aspekte, wie etwa seltenere Hautausschläge, überwiegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ergibt sich für therapienaive Patienten ein Hinweis auf einen geringeren Nutzen im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie. Es traten vermehrt AIDS-definierende Ereignisse und schwerwiegende Nebenwirkungen auf.

Nein, für antiretroviral vorbehandelte Patienten ist ein Zusatznutzen nicht belegt. Es lagen keine geeigneten Studiendaten für den direkten Vergleich mit einer individuellen Therapie vor.

Die Bewertung zeigt einen Beleg für einen geringeren Schaden hinsichtlich Erkrankungen des Nervensystems und Hautausschlägen. Diese positiven Effekte konnten die negativen Ergebnisse in der Gesamtabwägung jedoch nicht aufwiegen.

Die CD4-Zellzahl wird als Surrogatparameter für den Endpunkt "AIDS-definierende Erkrankungen oder Tod" angesehen. Da in den Studien direkte Daten zu AIDS-definierenden Ereignissen vorlagen, flossen die Surrogatdaten nicht in die Endabwägung ein.

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Quelle: IQWiG A13-25: Elvitegravir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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