Invasive Beatmung & ECMO: Lungenprotektion und Weaning

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie "Invasive Beatmung und Einsatz extrakorporaler Verfahren bei akuter respiratorischer Insuffizienz" (2025) adressiert die evidenzbasierte Therapie von Patientinnen und Patienten mit schweren Gasaustauschstörungen.

Die invasive Beatmung ist eine essenzielle und lebensrettende Maßnahme in der Intensivmedizin. Sie birgt jedoch inhärente Risiken, wie den beatmungsinduzierten Lungenschaden (VALI) oder beatmungsassoziierte Pneumonien (VAP).

Ziel der Leitlinie ist es, durch differenzierte Beatmungsstrategien den klinischen Nutzen zu maximieren und potenzielle Schäden zu minimieren. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf lungenprotektiven Konzepten, der Vermeidung von Übertherapie und der strukturierten Entwöhnung (Weaning).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem routinemäßigen Einsatz von Muskelrelaxanzien (neuromuskuläre Blockade) in der Frühphase des ARDS. Stattdessen wird vorgeschlagen, frühzeitig (innerhalb der ersten 48 Stunden) eine unterstützende Beatmung zur Ermöglichung von Spontanatmung einzusetzen. Zudem wird betont, dass prolongierte Rekrutierungsmanöver (≥ 60 Sekunden) aufgrund erhöhter Komplikationsraten vermieden werden sollen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine lungenprotektive Beatmung mit einem Tidalvolumen um 6 ml/kg des idealen Körpergewichts (IBW). Der akzeptable Bereich liegt zwischen 4 und 8 ml/kg IBW.

Es wird stark empfohlen, den Plateaudruck (Pplat) bei der invasiven Beatmung von ARDS-Patienten auf maximal 30 cmH2O zu begrenzen. Zusätzlich sollte eine inspiratorische Druckdifferenz (Driving Pressure) von ≤ 14 cmH2O angestrebt werden.

Laut Leitlinie wird die Bauchlagerung bei invasiv beatmeten Patienten mit ARDS und einem PaO2/FiO2-Quotienten < 150 mmHg empfohlen. Diese sollte frühzeitig begonnen und für mindestens 12 bis vorzugsweise 16 Stunden durchgeführt werden.

Die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung gegen die routinemäßige Anwendung von systemischen Kortikosteroiden bei Patienten mit ARDS aus. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung im Einzelfall bleibt hiervon unberührt.

Es wird stark gegen eine routinemäßige Frühtracheotomie geraten. Eine Tracheotomie wird empfohlen, wenn keine absehbar begrenzte Beatmungsdauer vorliegt oder sich der Patient im prolongierten Weaning ohne NIV-Option befindet.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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