Intrakranieller Druck (ICP): Monitoring und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der intrakranielle Druck (ICP) ist der Druck, der im Schädelinneren auf die Durahülle ausgeübt wird. Ein normaler ICP bei Erwachsenen liegt unter 10 mmHg, während dauerhafte Werte über 20 mmHg als pathologisch erhöht gelten.

Zahlreiche neurointensivmedizinische Erkrankungen können mit einer lebensbedrohlichen Erhöhung des ICP einhergehen. Dazu zählen unter anderem das Schädel-Hirn-Trauma, intrazerebrale Blutungen, raumfordernde ischämische Schlaganfälle sowie Meningitiden.

Da das Volumen im Schädelinneren konstant ist, führt die Volumenzunahme eines Kompartiments (Hirngewebe, Liquor oder Blut) ab einem bestimmten Punkt zu einem exponentiellen Druckanstieg. Die vorliegende AWMF-Leitlinie liefert evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie dieser kritischen Zustände.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die prophylaktische Gabe von Osmotherapeutika wie Mannitol bei noch normalem oder grenzwertigem ICP ein häufiger Fehler, der pathophysiologisch schädlich sein kann. Es wird betont, dass hyperosmolare Lösungen gesundes Hirngewebe stärker dehydrieren können als das ödematöse Gewebe, was zu einer Zunahme des Masseneffekts führen kann. Daher wird empfohlen, Osmotherapeutika ausschließlich als kurzfristige Bolusgabe zur Behandlung gemessener ICP-Spitzen einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Ein dauerhafter intrakranieller Druck (ICP) von über 20 mmHg wird als pathologisch erhöht definiert. Die Leitlinie empfiehlt, den ICP durch therapeutische Maßnahmen unter diesem Grenzwert zu halten.

Die Leitlinie empfiehlt eine ICP-Messung bei akut komatösen oder intubiert-sedierten Personen (GCS unter 9), die klinisch nicht hinreichend beurteilbar sind. Voraussetzung ist der Verdacht auf eine vorliegende oder zu erwartende relevante Erhöhung des Hirndrucks.

Glukokortikoide sind laut Leitlinie nur bei onkologischen Ursachen einer ICP-Erhöhung sowie in der Akutphase einer bakteriellen Meningitis indiziert. Bei vaskulären Erkrankungen wie Schlaganfall oder Blutungen sowie beim Schädel-Hirn-Trauma wird von einer Steroidgabe abgeraten.

Mannitol sollte gemäß Leitlinie nur als kurzfristige Bolusgabe bei akuten ICP-Krisen verabreicht werden, nicht jedoch prophylaktisch. Das therapeutische Ziel ist eine Serumosmolalität von 330 mOsmol/l, wobei eine Maximaldosis von 6 x 250 ml (20 %ige Lösung) pro Tag wegen drohender Nierenschäden nicht überschritten werden sollte.

Eine kontinuierliche Hyperventilation wird von der Leitlinie nicht empfohlen, da sie durch Gefäßverengung zu sekundären Hirnschäden führen kann. Sie sollte lediglich als kurzfristige Notfallmaßnahme zur Überbrückung einer akuten ICP-Krise, etwa vor einer Entlastungsoperation, eingesetzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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