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Cetrotide (Cetrorelix): Warnung vor Spritzendefekt | BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf einem Informationsbrief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Zusammenarbeit mit der Firma Merck Serono GmbH aus dem Jahr 2018. Er thematisiert ein anwendungsbezogenes Risiko bei dem Präparat Cetrotide (Wirkstoff: Cetrorelixacetat).

Da der Quelltext sehr kurz ist, wurde allgemeines medizinisches Hintergrundwissen ergänzt: Cetrorelix ist ein Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Antagonist, der häufig im Rahmen der assistierten Reproduktionstechnik eingesetzt wird, um einen vorzeitigen Eisprung zu verhindern. Das Medikament liegt als Pulver vor und muss vor der Injektion mit einem Lösungsmittel rekonstituiert und aufgezogen werden.

Die Warnung der Behörde bezieht sich spezifisch auf eine neu eingeführte Spritzenart (Becton Dickinson Hypak). Bei dieser kann es während der Vorbereitung der Injektion zu mechanischen Problemen kommen, die die Sicherheit der Anwendung beeinträchtigen.

Empfehlungen

Der Informationsbrief formuliert folgende zentrale Hinweise zur Handhabung des Präparats:

Mechanisches Risiko beim Aufziehen

  • Bei der Anwendung von Cetrotide mit der neu eingeführten Spritze (Becton Dickinson Hypak) besteht die Gefahr eines mechanischen Fehlers.

  • Es wird davor gewarnt, dass der Kolben einschließlich des Gummistopfens beim Aufziehen des Arzneimittels vollständig herausgezogen werden kann.

Vorgehen bei Defekt

  • Sollte der Kolben vollständig herausgezogen werden, ist die Sterilität des Produkts laut Hersteller nicht mehr gegeben.

  • Es wird dringend empfohlen, die betroffene Dosis in diesem Fall zu verwerfen und nicht am Patienten anzuwenden.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Vorbereitung von Cetrotide-Injektionen mit den Becton Dickinson Hypak-Spritzen ist besondere Vorsicht beim Aufziehen geboten. Sollte der Spritzenkolben versehentlich vollständig herausgezogen werden, darf das Präparat aufgrund des Sterilitätsverlustes nicht mehr verabreicht werden und muss zwingend verworfen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Informationsbrief des BfArM besteht bei der neu eingeführten Spritze (Becton Dickinson Hypak) die Gefahr, dass der Kolben samt Gummistopfen beim Aufziehen vollständig herausgezogen wird.

In diesem Fall ist die Sterilität des Arzneimittels nicht mehr gewährleistet. Es wird empfohlen, die betroffene Dosis sofort zu verwerfen und eine neue Einheit zu verwenden.

Die Warnung bezieht sich auf das Präparat Cetrotide, welches den Wirkstoff Cetrorelixacetat enthält.

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Quelle: Informationsbrief zu Cetrotide: Gefahr des Herausziehens des Spritzenkolbens (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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