Imatinib: Rhabdomyolyse als Nebenwirkung und Diagnostik
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über eine mögliche Verbindung zwischen dem Tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib (Glivec®) und dem Auftreten einer Rhabdomyolyse. Imatinib ist unter anderem zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) und gastrointestinaler Stromatumoren zugelassen.
Laut Fachinformation wird das Medikament im Allgemeinen gut vertragen. Bekannte unerwünschte Wirkungen umfassen periorbitale und periphere Ödeme, gastrointestinale Beschwerden sowie Myalgien und Muskelkrämpfe.
Die Gefahr einer Rhabdomyolyse war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht in der Fachinformation aufgeführt. Ein im "New England Journal of Medicine" publizierter Fallbericht legt jedoch durch eine positive Reexposition einen kausalen Zusammenhang nahe.
💡Praxis-Tipp
Bei Personen unter Imatinib, die über neu aufgetretene, unklare Muskelschmerzen klagen, sollte laut AkdÄ differenzialdiagnostisch an eine Rhabdomyolyse gedacht und die Kreatinkinase (CK) bestimmt werden. Ein rasches Absetzen der Medikation führte im beschriebenen Fallbericht zu einer vollständigen Normalisierung der Werte.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ handelt es sich um eine seltene unerwünschte Wirkung. Im deutschen Spontanmeldesystem lag zum Berichtszeitpunkt bei 792 Verdachtsfällen nur eine Meldung einer Rhabdomyolyse vor.
Gemäß der Fachinformation gehören Myalgien und Muskelkrämpfe zu den bekannten unerwünschten Wirkungen des Tyrosinkinase-Inhibitors.
Nach einem erneuten Behandlungsversuch mit Imatinib kam es laut Publikation erneut zu Muskelschmerzen, einer CK-Erhöhung und einer Myoglobinurie. Nach dem Absetzen normalisierten sich die Werte dauerhaft.
Die AkdÄ bittet darum, alle beobachteten Nebenwirkungen über den Berichtsbogen im Deutschen Ärzteblatt oder über die Internetpräsenz der Kommission zu melden.
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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Imatinib als mögliche Ursache einer Rhabdomyolyse (AkdÄ, 2008). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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