Ibrutinib (Imbruvica): Schwere kardiale Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ibrutinib (Imbruvica) ist ein zielgerichteter Wirkstoff, der in der Hämato-Onkologie eingesetzt wird. Zu den Anwendungsgebieten gehören die Behandlung des Mantelzell-Lymphoms, der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und des Morbus Waldenström.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in einem Rote-Hand-Brief auf neue Sicherheitsbedenken hingewiesen. Es wurde ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende kardiale Ereignisse unter der Therapie mit Ibrutinib festgestellt.

Zu diesen Ereignissen zählen insbesondere schwere Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. In einigen Fällen kam es zu plötzlichen, tödlichen Verläufen, weshalb eine strukturierte kardiale Überwachung der Behandelten erforderlich ist.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk sollte auf Personen mit einem ECOG-Score von ≥ 2 oder fortgeschrittenem Alter gelegt werden, da diese ein signifikant erhöhtes Risiko für plötzliche, tödliche kardiale Ereignisse unter Ibrutinib aufweisen. Es wird empfohlen, bei diesen Gruppen die kardiale Funktion vor und während der Therapie besonders engmaschig zu überwachen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief erhöht Ibrutinib das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Es wird zudem vor plötzlichen, tödlichen kardialen Ereignissen gewarnt.

Die Behandlung sollte unterbrochen werden, wenn eine Herzinsuffizienz vom CTC Grad 2 oder Herzrhythmusstörungen vom CTC Grad 3 neu auftreten oder sich verschlechtern. Eine Wiederaufnahme ist nach entsprechender Dosisanpassung möglich.

Als Risikofaktoren nennt die AkdÄ ein fortgeschrittenes Alter, einen ECOG-Score von ≥ 2 sowie bereits bestehende kardiale Begleiterkrankungen. Bei diesen Personen wird eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung vor Therapiestart empfohlen.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Imbruvica® (Ibrutinib): erhöhtes Risiko für schwerwiegende kardiale Ereignisse (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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