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Infectious Diseases Society of America (IDSA)2007InfektiologieNeurologie

Neuroborreliose: Leitlinie zur Therapie (IDSA)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Infectious Diseases Society of America (IDSA) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Penicillin, Ceftriaxon, Cefotaxim und Doxycyclin sind wirksam bei Neuroborreliose.
  • Orale Therapie mit Doxycyclin ist bei Meningitis, Hirnnerven-Neuritis und Radikulitis indiziert.
  • Parenterale Therapie ist bei parenchymatöser ZNS-Beteiligung oder schweren neurologischen Symptomen erforderlich.
  • Eine verlängerte Antibiotikatherapie beim Post-Lyme-Syndrom zeigt keinen Nutzen.
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Hintergrund

Die Leitlinie der Infectious Diseases Society of America (IDSA) befasst sich mit der evidenzbasierten Therapie der Neuroborreliose (Nervous System Lyme Disease) und des Post-Lyme-Syndroms bei Erwachsenen und Kindern.

Wirksame Antibiotika

Die Neuroborreliose spricht sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern gut auf folgende Antibiotika an (Empfehlungsgrad B):

  • Penicillin
  • Ceftriaxon
  • Cefotaxim
  • Doxycyclin

Therapieregime: Oral vs. Parenteral

Obwohl historisch meist parenterale Regime eingesetzt wurden, belegen Studien die Wirksamkeit der oralen Therapie für bestimmte Manifestationen. Bei Kindern (ab 8 Jahren) ist die Datenlage für den Vergleich von oraler und parenteraler Therapie zwar geringer, die verfügbaren Daten zeigen jedoch vergleichbare Ergebnisse wie bei Erwachsenen.

ApplikationsformIndikation / ManifestationEmpfehlungsgrad
Oral (Doxycyclin)Meningitis, kraniale Neuritis (Hirnnerven-Neuritis), RadikulitisLevel B
ParenteralParenchymatöse ZNS-Beteiligung, andere schwere neurologische Symptomatik, Versagen der oralen Therapie-

Post-Lyme-Syndrom

Es gibt keine überzeugende Evidenz dafür, dass eine verlängerte Antibiotikatherapie beim Post-Lyme-Syndrom einen positiven Effekt hat (Empfehlungsgrad A).

💡Praxis-Tipp

Bei unkomplizierter Neuroborreliose (wie Meningitis oder kraniale Neuritis) kann bei Erwachsenen primär eine orale Therapie mit Doxycyclin erwogen werden. Verzichten Sie auf verlängerte Antibiotikagaben beim Post-Lyme-Syndrom.

Häufig gestellte Fragen

Penicillin, Ceftriaxon, Cefotaxim und Doxycyclin zeigen eine gute Wirksamkeit.
Bei parenchymatöser ZNS-Beteiligung, anderen schweren neurologischen Symptomen oder wenn eine orale Therapie versagt.
Ja, bei Manifestationen wie Meningitis, kranialer Neuritis und Radikulitis wird orales Doxycyclin empfohlen.
Nein, es gibt keine Evidenz für einen Nutzen einer verlängerten Antibiotikatherapie beim Post-Lyme-Syndrom (Level A).

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