NIH Office of AIDS Research / IDSA2020ImmunologieInfektiologieInnere Medizin

Opportunistische Infektionen bei HIV: Therapie-Regime

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NIH Office of AIDS Research / IDSA (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie des NIH, der HIVMA und der IDSA behandelt die Prävention und Therapie opportunistischer Infektionen (OI) bei Erwachsenen und Jugendlichen mit HIV. Trotz der breiten Verfügbarkeit der antiretroviralen Therapie (ART) bleiben OIs eine relevante Ursache für Morbidität und Mortalität.

Dies betrifft insbesondere Personen, deren HIV-Infektion spät diagnostiziert wird oder die keine dauerhafte Virusunterdrückung erreichen. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten spezifischer OIs korreliert dabei stark mit der Höhe der CD4-Zellzahl.

Eine effektive ART stellt die wichtigste Maßnahme dar, um das Immunsystem zu stabilisieren und OIs zu verhindern. Zusätzlich werden je nach Immunstatus spezifische medikamentöse Prophylaxen und Impfungen empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt in der klinischen Praxis ist das Erkennen und Management des Immunrekonstitutionssyndroms (IRIS) nach Einleitung einer ART. Die Leitlinie betont, dass ein IRIS zu einer paradoxen Verschlechterung einer bereits behandelten oder zur Demaskierung einer zuvor subklinischen opportunistischen Infektion führen kann. In solchen Fällen wird empfohlen, die ART fortzuführen und die entzündliche Reaktion gegebenenfalls mit Kortikosteroiden zu behandeln.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei den meisten opportunistischen Infektionen ein früher ART-Beginn innerhalb von zwei Wochen empfohlen. Eine wichtige Ausnahme bildet die Kryptokokken-Meningitis, bei der ein verzögerter Beginn nach vier bis sechs Wochen empfohlen wird.

Die Leitlinie empfiehlt das Absetzen der PCP-Prophylaxe, wenn die CD4-Zellzahl unter einer effektiven ART für mindestens drei Monate auf über 200 Zellen/mm3 ansteigt.

Es wird darauf hingewiesen, dass Lebendimpfstoffe bei einer CD4-Zellzahl von unter 200 Zellen/mm3 kontraindiziert sind. Der nasale Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) ist generell bei allen Personen mit HIV kontraindiziert.

Als Mittel der Wahl wird orales Fluconazol in einer Dosierung von 100 bis 200 mg täglich für 7 bis 14 Tage empfohlen. Alternativ können topische Antimykotika eingesetzt werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine primäre MAC-Prophylaxe nur bei Personen mit einer CD4-Zellzahl unter 50 Zellen/mm3, die keine effektive ART erhalten oder bei denen keine virale Suppression erreicht wird. Bei sofortigem ART-Beginn ist sie nicht routinemäßig erforderlich.

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Quelle: Guidelines for Prevention and Treatment of Opportunistic Infections in HIV (NIH Office of AIDS Research / IDSA, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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