Idiopathische Fazialisparese: Therapie und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die idiopathische Fazialisparese (Bell-Parese) ist die häufigste Hirnnervenläsion. Sie betrifft Männer und Frauen gleich häufig, wobei die Inzidenz mit dem Lebensalter ansteigt.

Als pathophysiologische Ursachen werden zellvermittelte autoimmune Entzündungen, die Reaktivierung einer Herpes-simplex-Virus-Infektion (HSV Typ 1) sowie ischämische Faktoren diskutiert. Ein leicht erhöhtes Risiko besteht möglicherweise während der Schwangerschaft sowie im Zusammenhang mit COVID-19.

Etwa 25 bis 40 Prozent aller peripheren Fazialisparesen sind nicht idiopathisch. Daher kommt der sorgfältigen Differenzialdiagnostik zum Ausschluss anderer Ursachen eine zentrale Bedeutung zu.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Hinweis der Leitlinie ist, dass 25 bis 40 Prozent aller peripheren Fazialisparesen nicht idiopathisch sind. Es wird daher dringend angeraten, bei der Erstuntersuchung immer zu otoskopieren, um Herpesbläschen im Gehörgang und somit einen Zoster oticus auszuschließen. Zudem wird betont, dass der Schutz der Hornhaut bei unzureichendem Lidschluss oberste Priorität hat, um Ulzerationen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als Basistherapie die zeitnahe Gabe von Glukokortikoiden, beispielsweise Prednisolon über 10 Tage. Bei sehr schweren Verläufen kann individuell eine Kombination mit Virustatika erwogen werden.

Bei Kindern wird die Lumbalpunktion als obligat eingestuft, da hier symptomatische Ursachen häufiger sind. Bei Erwachsenen wird sie von der Leitlinie empfohlen, um die diagnostische Sicherheit zu erhöhen.

Es wird eine konsequente symptomatische Therapie mit künstlichen Tränen und Dexpanthenol-Augensalbe empfohlen. Nachts sollte laut Leitlinie ein Uhrglasverband angelegt werden, um die Hornhaut vor dem Austrocknen zu schützen.

Gemäß der Leitlinie soll standardmäßig eine Borreliose-Serologie durchgeführt werden. Bei klinischem Verdacht auf einen Zoster oticus wird zusätzlich eine Varizella-Zoster-Serologie empfohlen.

Die Prognose wird als insgesamt gut bewertet. Laut Leitlinie kommt es bei etwa 71 Prozent der unbehandelten Fälle zu einer vollständigen Rückbildung, wobei eine Glukokortikoidtherapie die Heilungschancen signifikant verbessert.

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Quelle: Therapie der Idiopathischen Fazialisparese (Bell's Palsy) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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