AkdÄ2020

Hormonersatztherapie & Brustkrebsrisiko: AkdÄ Warnung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2020-33 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert das Brustkrebsrisiko im Zusammenhang mit der Hormonersatztherapie (HRT) bei Wechseljahresbeschwerden. Grundlage ist eine Überprüfung durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC).

Es ist bereits seit Längerem bekannt, dass die Anwendung einer HRT mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs einhergeht. Neue Studiendaten aus einer Metaanalyse haben dieses Risiko nun erneut bestätigt und detaillierter quantifiziert.

Aufgrund dieser Erkenntnisse empfiehlt der PRAC eine Aktualisierung der entsprechenden Produktinformationen. Ziel ist es, den gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand für Verordnende und Patientinnen transparent abzubilden.

Empfehlungen

Die Information formuliert folgende Kernaspekte zur Hormonersatztherapie:

Dauer des Brustkrebsrisikos

Die aktuellen Daten zeigen laut AkdÄ, dass das Brustkrebsrisiko auch nach Beendigung der Therapie über einen langen Zeitraum bestehen bleiben kann.

  • Bei einer HRT-Anwendung von mehr als fünf Jahren kann das Risiko nach dem Absetzen noch zehn Jahre oder länger erhöht sein.

Therapieplanung und Dosierung

Zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden werden folgende Grundsätze für die Hormonersatztherapie empfohlen:

  • Die Anwendung sollte in der niedrigsten möglichen Dosierung erfolgen.

  • Die Therapiedauer sollte über einen möglichst kurzen Zeitraum gehalten werden.

Monitoring und Früherkennung

Es wird empfohlen, dass sich Patientinnen unter oder nach einer HRT gemäß den aktuellen Empfehlungen regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Bei jeglichen Veränderungen der Brüste sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt für die Praxis ist die Aufklärung der Patientinnen über die Langzeitrisiken der Hormonersatztherapie. Die AkdÄ weist darauf hin, dass das Brustkrebsrisiko bei einer Anwendungsdauer von über fünf Jahren auch nach dem Absetzen der Präparate noch für ein Jahrzehnt oder länger erhöht bleiben kann. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer strengen Indikationsstellung und einer möglichst kurzen Therapiedauer.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ kann das Risiko nach einer Anwendung von mehr als fünf Jahren auch nach dem Absetzen noch zehn Jahre oder länger erhöht bleiben. Dies basiert auf aktuellen Studiendaten, die vom PRAC ausgewertet wurden.

Die Information empfiehlt, eine Hormonersatztherapie stets in der niedrigsten möglichen Dosierung anzuwenden. Zudem sollte der Behandlungszeitraum so kurz wie möglich gehalten werden.

Es wird empfohlen, dass Patientinnen regelmäßige ärztliche Untersuchungen gemäß den aktuellen Leitlinien wahrnehmen. Bei Veränderungen der Brüste sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen.

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Quelle: AkdÄ: Information des BfArM zur Hormonersatztherapie: PRAC (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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