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Herzinsuffizienz: Diagnostik und Therapie (HFrEF/HFpEF)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die ESC/DGK-Pocket-Leitlinie (2021) zur akuten und chronischen Herzinsuffizienz bietet evidenzbasierte Empfehlungen für die Diagnostik und Behandlung. Sie ersetzt die Version von 2016 und führt wesentliche Neuerungen in der Klassifikation und Pharmakotherapie ein.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Umbenennung der Herzinsuffizienz mit mittlerer Ejektionsfraktion in "mäßiggradig eingeschränkte Ejektionsfraktion" (HFmrEF). Zudem wird ein vereinfachter Behandlungsalgorithmus für die Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) vorgestellt.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Einführung neuer Medikamentenklassen. SGLT2-Hemmer (Dapagliflozin und Empagliflozin) sowie der lösliche Guanylatzyklasestimulator Vericiguat werden nun fest in die evidenzbasierten Therapiestrategien integriert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird bei der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) der frühzeitige Einsatz von SGLT2-Hemmern (Dapagliflozin oder Empagliflozin) unabhängig vom Vorliegen eines Diabetes mellitus empfohlen. Es wird betont, dass diese Medikamentenklasse neben ACE-Hemmern/ARNI, Betablockern und MRA nun zur fundamentalen Basistherapie gehört. Zudem warnt die Leitlinie ausdrücklich vor der routinemäßigen Gabe von Inotropika bei akuter Herzinsuffizienz, sofern keine manifeste Hypoperfusion vorliegt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert die Herzinsuffizienz mit mäßiggradig eingeschränkter Ejektionsfraktion (HFmrEF) durch eine LVEF von 41 bis 49 Prozent. Zusätzlich müssen Symptome einer Herzinsuffizienz vorliegen.

Es wird eine Kombination aus vier Substanzklassen als Eckpfeiler der Therapie empfohlen. Dazu gehören ACE-Hemmer (oder ARNI), Betablocker, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRA) und SGLT2-Hemmer.

Eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) wird bei symptomatischen Patienten im Sinusrhythmus mit einer LVEF ≤ 35 % und einer QRS-Dauer ≥ 150 ms mit Linksschenkelblock empfohlen. Bei einer QRS-Dauer unter 130 ms ohne AV-Block wird sie laut Leitlinie nicht empfohlen.

Ein Eisenmangel liegt vor bei einem Serumferritin unter 100 ng/ml oder zwischen 100 und 299 ng/ml bei einer Transferrinsättigung (TSAT) unter 20 Prozent. Es wird eine intravenöse Substitution mit Eisen(III)-Carboxymaltose empfohlen, um Symptome und Hospitalisierungen zu reduzieren.

Die Leitlinie stuft nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) als relativ kontraindiziert ein. Es wird gewarnt, dass diese Medikamente die Nierenfunktion verschlechtern und eine akute Dekompensation der Herzinsuffizienz auslösen können.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Akute und chronische Herzinsuffizienz (Version 2021) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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