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HCC und biliäre Karzinome: Diagnostik und Therapie 2024

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie des Leitlinienprogramms Onkologie behandelt die Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) sowie der biliären Karzinome. Das HCC stellt weltweit den häufigsten primären Lebertumor dar. Die Inzidenz in Deutschland steigt, insbesondere bedingt durch chronische HCV-Infektionen und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankungen (MASLD).

Eine Leberzirrhose gilt unabhängig von der Ätiologie als wichtigster Risikofaktor für die Entwicklung eines HCC. Bei den biliären Karzinomen werden intrahepatische, perihiläre und distale Cholangiokarzinome (CCA) sowie das Gallenblasenkarzinom unterschieden.

Zu den etablierten Risikofaktoren für biliäre Karzinome zählen unter anderem die primär sklerosierende Cholangitis (PSC), Cholelithiasis und anatomische Anomalien der Gallenwege. Die Leitlinie zielt darauf ab, durch standardisierte Vorgehensweisen die Morbidität und Mortalität dieser Patientengruppen zu senken.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die histologische Sicherung eines hepatozellulären Karzinoms in einer nicht-zirrhotischen Leber vor definitiven therapeutischen Maßnahmen obligat. Bei Vorliegen einer Leberzirrhose genügt oft die typische Kontrastmitteldynamik in der Bildgebung, jedoch wird bei unklarem Befund oder in der palliativen Situation eine Biopsie empfohlen. Es wird betont, dass Stichkanalabsiedlungen nach einer Biopsie selten sind und keinen negativen Einfluss auf das Überleben haben.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Evaluation zur Lebertransplantation bei Patienten mit Leberzirrhose und irresektablem HCC innerhalb der Mailand-Kriterien. Diese umfassen einen solitären Knoten bis 5 cm oder maximal drei Knoten bis jeweils 3 cm ohne extrahepatische Manifestation.

Nach einer chirurgischen Tumorentfernung (R0 oder R1) wird aufgrund des hohen Rezidivrisikos eine adjuvante Systemtherapie empfohlen. Gemäß Leitlinie sollte hierfür Capecitabin für insgesamt acht Zyklen eingesetzt werden.

Als Erstlinientherapie wird die Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab oder Durvalumab und Tremelimumab empfohlen. Bei Kontraindikationen nennt die Leitlinie Durvalumab als Monotherapie oder die Tyrosinkinase-Inhibitoren Sorafenib beziehungsweise Lenvatinib als Alternativen.

Patienten mit einer Leberzirrhose im Stadium Child-Pugh A und B soll die Teilnahme an einer HCC-Früherkennung angeboten werden. Es wird eine Ultraschalluntersuchung der Leber in einem Intervall von 6 Monaten empfohlen, die optional durch eine AFP-Bestimmung ergänzt werden kann.

Die Leitlinie empfiehlt ab der Zweitlinie eine molekulare Charakterisierung des Tumors in einem molekularen Tumorboard. Dies dient der Identifikation von Zielstrukturen wie FGFR2-Fusionen oder IDH1-Mutationen, für die spezifische zielgerichtete Therapien zugelassen sind.

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Quelle: S3-Leitlinie Hepatozelluläres Karzinom und biliäre Karzinome v5.2 (2024) (Leitlinienprogramm Onkologie, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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