HCC und biliäre Karzinome: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) und biliäre Karzinome (Cholangiokarzinom, Gallenblasenkarzinom) gehören zu den primären Lebertumoren. Die Inzidenz steigt, insbesondere bedingt durch die Zunahme von metabolisch bedingten Lebererkrankungen (MASLD/MASH) sowie chronischen Virushepatitiden und Leberzirrhosen.

Bei biliären Karzinomen stellen die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) und Gallensteinleiden wesentliche Risikofaktoren dar. Um Tumoren in einem kurativ behandelbaren Stadium zu entdecken, ist eine strukturierte Früherkennung bei Risikopatienten essenziell.

Die vorliegende AWMF S3-Leitlinie wird als "Living Guideline" kontinuierlich aktualisiert. Die aktuelle Version integriert neue Nomenklaturen (MASLD statt NAFLD) und erweitert die systemtherapeutischen Optionen, insbesondere im Bereich der Immun- und zielgerichteten Therapien.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die histologische Sicherung eines HCC in einer zirrhotischen Leber bei typischem Bildgebungsbefund (arterielles Hyperenhancement und venöses Washout) nicht zwingend erforderlich. In einer nicht-zirrhotischen Leber wird hingegen eine bioptische Sicherung vor definitiven therapeutischen Maßnahmen ausdrücklich empfohlen. Zudem wird betont, dass bei biliären Karzinomen eine molekulare Charakterisierung des Tumors spätestens vor der Zweitlinientherapie erfolgen sollte, um zielgerichtete Therapieoptionen zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Evaluation zur Lebertransplantation für Patienten mit Leberzirrhose und irresektablem HCC, sofern die Mailand-Kriterien (BCLC A) erfüllt sind. Bei Tumoren außerhalb dieser Kriterien kann ein vorheriges Downstaging durch lokoregionäre Verfahren erwogen werden.

Es wird eine Ultraschalluntersuchung der Leber in einem Intervall von 6 Monaten empfohlen. Ergänzend kann laut Leitlinie eine Bestimmung des Alpha-Fetoproteins (AFP) erfolgen.

Die Leitlinie empfiehlt bei Patienten im Child-Pugh-Stadium A primär die Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab oder Durvalumab und Tremelimumab. Bei Kontraindikationen stehen Monotherapien mit Durvalumab, Lenvatinib oder Sorafenib zur Verfügung.

Bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis (PSC) wird eine regelmäßige sonographische Überwachung empfohlen, wobei ab 8 mm Größe eine Cholezystektomie diskutiert werden sollte. Bei Patienten ohne PSC wird eine Cholezystektomie ab einer Polypengröße von 10 mm empfohlen.

Es wird empfohlen, in der fortgeschrittenen Situation spätestens vor der Zweitlinientherapie eine molekulare Charakterisierung durchzuführen. Dies dient der Identifikation von Zielstrukturen wie FGFR2-Fusionen oder IDH1-Mutationen, für die spezifische Inhibitoren zugelassen sind.

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Quelle: Diagnostik und Therapie des Hepatozellulären Karzinoms und biliärer Karzinome - Living Guideline (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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