Harninkontinenz der Frau: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie der Harninkontinenz der Frau. Diese betrifft etwa 30 Prozent aller Frauen und geht mit einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität einher.

Es werden verschiedene pathophysiologische Formen unterschieden. Zu den häufigsten zählen die Belastungsinkontinenz, die Dranginkontinenz sowie die Mischharninkontinenz.

Die Leitlinie unterscheidet zudem zwischen einer unkomplizierten und einer komplizierten Belastungsinkontinenz. Letztere liegt beispielsweise bei vorangegangenen Inkontinenzoperationen, Bestrahlungen oder einem simultanen Genitalprolaps vor.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie soll eine asymptomatische Bakteriurie bei geriatrischen Patientinnen mit Harninkontinenz nicht routinemäßig antibiotisch behandelt werden. Ein solches Vorgehen beeinflusst die Inkontinenz nicht positiv und wird als Screening in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Urodynamik nicht routinemäßig vor einer konservativen Therapie. Sie sollte jedoch bei komplizierter Belastungsinkontinenz vor einer Operation oder bei unklaren Befunden mit therapeutischer Konsequenz durchgeführt werden.

Zur medikamentösen Unterstützung bei Belastungsinkontinenz kann Duloxetin angeboten werden. Es wird empfohlen, die Therapie aufgrund häufiger Nebenwirkungen wie Übelkeit einschleichend zu beginnen und bei Abbruch auszuschleichen.

Als Erstlinientherapie werden Antimuskarinika (bevorzugt als Retard-Präparate) oder der Beta-3-Agonist Mirabegron empfohlen. Bei ungenügender Wirkung kann laut Leitlinie ein Präparatewechsel oder eine Kombinationstherapie erwogen werden.

Nach Ausschöpfen konservativer Maßnahmen werden suburethrale Bandanlagen (retropubisch oder transobturatorisch) als primäre operative Therapie empfohlen. Bei Kontraindikationen können eine Kolposuspension oder autologe Faszienschlingen zum Einsatz kommen.

Wenn die Nykturie durch eine nächtliche Polyurie (Mangel an antidiuretischem Hormon) verursacht wird, empfiehlt die Leitlinie den Einsatz von Desmopressin. Dabei müssen die Natriumwerte im Serum zwingend überwacht werden, um eine Hyponatriämie zu vermeiden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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