Häusliche Gewalt & Missbrauch: Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: RACGP (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die RACGP-Leitlinie (White Book, 5. Ausgabe, 2024) befasst sich mit der Erkennung und dem Management von interpersoneller Gewalt und Missbrauch in der hausärztlichen Praxis. Dies umfasst Gewalt in der Partnerschaft (IPAV), Kindesmissbrauch, Missbrauch von Älteren sowie die Betreuung von erwachsenen Überlebenden.

Interpersonelle Gewalt ist ein häufiges, aber oft verborgenes Problem, das erhebliche kurz- und langfristige Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit hat. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer traumaorientierten Versorgung, die emotionale und physische Sicherheit in den Vordergrund stellt.

Laut Leitlinie haben medizinische Fachkräfte eine zentrale Rolle bei der Identifikation von Betroffenen, der Risikobewertung und der Einleitung von Schutzmaßnahmen. Es wird hervorgehoben, dass eine strukturierte Herangehensweise und die Kenntnis lokaler Zuweisungswege essenziell sind.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, Betroffenen die direkte Anweisung zu geben, die Beziehung sofort zu verlassen, da dies das Risiko für schwere Gewalt oder Tötungsdelikte drastisch erhöhen kann. Stattdessen wird empfohlen, die Autonomie der betroffenen Person zu respektieren und gemeinsam eine individuelle Sicherheitsplanung zu erarbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Ein allgemeines Screening aller Personen wird nicht empfohlen. Die Leitlinie rät jedoch zu einem routinemäßigen Screening bei allen schwangeren Frauen sowie zur gezielten Anamnese bei klinischen Indikatoren wie Depressionen oder Angstzuständen.

Es wird empfohlen, die Aussagen der betroffenen Person wortwörtlich in Anführungszeichen zu dokumentieren. Zudem sollten alle Verletzungen mit genauer Lokalisation, Größe und Alter präzise beschrieben werden, da diese Aufzeichnungen in rechtlichen Verfahren relevant sein können.

Der LIVES-Ansatz der WHO ist eine empfohlene Erstmaßnahme und steht für Zuhören (Listen), Erkunden der Bedürfnisse (Inquire), Validieren (Validate), Sicherheit erhöhen (Enhance safety) und Unterstützen (Support). Er zielt darauf ab, eine traumaorientierte und empathische Reaktion zu gewährleisten.

Laut Leitlinie sind spezifische Verhaltensänderungsprogramme für Männer die bevorzugte Überweisungsoption für Personen, die Gewalt in der Partnerschaft ausüben. Eine reguläre Paartherapie wird nicht empfohlen, solange das missbräuchliche Verhalten andauert.

Die Leitlinie empfiehlt, das Kind für einen Teil der Konsultation von der Betreuungsperson zu trennen, sofern dies altersgerecht und sicher möglich ist. Dabei sollte dem Kind die Grenze der Vertraulichkeit bezüglich seiner eigenen Sicherheit altersgerecht erklärt werden.

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Quelle: Preamble (RACGP, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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