Geburtshilfliche Analgesie: PDA und Sectio-Anästhesie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die anästhesiologische Versorgung in der Geburtshilfe erfordert stets die Berücksichtigung von zwei Individuen: Mutter und Kind. Die Auswahl eines geeigneten Analgesie- oder Anästhesieverfahrens muss die physiologischen Veränderungen der Schwangerschaft sowie die Auswirkungen auf den Feten mit einbeziehen.

Die vorliegende S1-Leitlinie der AWMF definiert Standards für die Aufklärung, die schmerzarme vaginale Entbindung sowie die Anästhesie zur Sectio caesarea. Zudem werden evidenzbasierte Empfehlungen für das Management von geburtshilflichen Notfällen und die Betreuung von Risikopatientinnen formuliert.

Ziel der Leitlinie ist es, die bestmögliche und sicherste anästhesiologische Versorgung von Schwangeren in der peripartalen Phase zu gewährleisten. Dabei wird besonderer Wert auf klare interdisziplinäre Absprachen zwischen Anästhesie, Geburtshilfe und Pädiatrie gelegt.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird von einer rein prophylaktischen Gabe von Vasopressoren zur Vermeidung einer Hypotension nach rückenmarknaher Anästhesie abgeraten. Es wird stattdessen empfohlen, Vasopressoren wie Ephedrin oder Phenylephrin erst therapeutisch bei tatsächlich eingetretener mütterlicher Hypotension einzusetzen, um eine Reduktion des uteroplazentaren Blutflusses zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie stellt klar, dass das Abwarten einer bestimmten Muttermundweite nicht erforderlich ist. Bei fehlenden Kontraindikationen stellt allein der Wunsch der Schwangeren nach Schmerzlinderung die Indikation für eine zeitnahe Anlage dar.

Bei primären und sekundären Kaiserschnitten ohne bereits liegenden Periduralkatheter wird die Spinalanästhesie als Verfahren der Wahl empfohlen. Die Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) sollte primär Notfallindikationen wie der Notsectio vorbehalten bleiben.

Zunächst wird ein konservativer oder medikamentöser Therapieversuch (z.B. mit Koffein oder Theophyllin) empfohlen. Bei unzureichendem Ansprechen sollte der Patientin laut Leitlinie frühzeitig ein periduraler Blutpatch (EBP) angeboten werden.

Ja, die sogenannte "walking epidural" wird unterstützt, sofern die motorische Kraft und Sensibilität der Patientin erhalten sind. Es wird jedoch eine Sturzprophylaxe, beispielsweise durch begleitetes Gehen, empfohlen.

Es wird zwingend eine "Rapid Sequence Induction" (RSI) mit einem geblockten Tubus empfohlen. Um eine intraoperative Wachheit (Awareness) zu vermeiden, sollte unmittelbar nach der Einleitung ein volatiles Anästhetikum appliziert werden.

Die Leitlinie empfiehlt ein multimodales Konzept mit einer festen Basismedikation aus Nicht-Opioid-Analgetika (z.B. NSAR wie Ibuprofen). Ergänzend können orale Opioide wie Oxycodon oder patientenkontrollierte Verfahren (PCA) zum Einsatz kommen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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