Gastrointestinale Infektionen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DGVS (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der AWMF (2023) behandelt die Diagnostik und Therapie gastrointestinaler Infektionen. Akute Gastroenteritiden gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten und werden meist durch virale oder bakterielle Erreger verursacht.

Ein besonderer Fokus der Aktualisierung liegt auf dem rationalen Einsatz von Diagnostik und Antibiotika. Zudem werden spezifische Patientengruppen wie Reiserückkehrer, immunsupprimierte Personen und nosokomiale Ausbrüche detailliert adressiert.

Die Leitlinie betont die zunehmende Bedeutung von Clostridioides difficile-Infektionen (CDI) im klinischen Alltag. Hierbei wurden die Therapiealgorithmen an die aktuelle Resistenzlage und neue medikamentöse Optionen angepasst.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die unkritische Verordnung von Antibiotika bei unkomplizierten Durchfallerkrankungen. Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem empirischen Einsatz von Fluorchinolonen wie Ciprofloxacin aufgrund steigender Resistenzen und schwerer Nebenwirkungen. Zudem wird betont, dass bei Nachweis von EHEC keine Antibiose erfolgen darf, um die Entwicklung eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Stuhldiagnostik nicht routinemäßig empfohlen. Sie ist indiziert bei blutiger Diarrhö, schwerem Krankheitsbild, Immunsuppression oder wenn die Beschwerden länger als 14 Tage anhalten.

Die Leitlinie empfiehlt bei unkomplizierten Verläufen keine Antibiose. Nur bei schweren Verläufen ohne klinische Besserung wird eine einmalige Gabe von 1000 mg Azithromycin empfohlen.

Es wird empfohlen, primär Fidaxomicin oder alternativ Vancomycin oral für 10 Tage einzusetzen. Metronidazol wird aufgrund schlechterer Ansprechraten nur noch in begründeten Ausnahmefällen empfohlen.

Gemäß Leitlinie kann Loperamid bei Erwachsenen für maximal 48 Stunden erwogen werden, sofern kein Fieber und keine blutigen Stühle vorliegen. Bei Kindern ist der Einsatz strikt kontraindiziert.

Bei Tropenrückkehrern mit fieberhafter Diarrhö wird eine sofortige Malariadiagnostik empfohlen. Zudem sollten Blutkulturen abgenommen und eine gezielte Stuhldiagnostik auf Bakterien und Parasiten veranlasst werden.

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Quelle: S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen (AWMF 021-024, 2023) (AWMF / DGVS, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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