Galantamin: QTc-Verlängerung, TdP und Kontraindikation
Hintergrund
Galantamin ist ein Wirkstoff, der zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ eingesetzt wird.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in der Drug Safety Mail 2021-31 über neue kardiale Risiken im Zusammenhang mit diesem Medikament. Basierend auf Empfehlungen des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wurden die Fach- und Gebrauchsinformationen entsprechend angepasst.
Bereits im Jahr 2015 hatte die AkdÄ eine Bekanntgabe zur QT-Verlängerung unter Galantamin veröffentlicht. Die aktuellen Anpassungen konkretisieren diese Warnhinweise nun weiter.
💡Praxis-Tipp
Bei der Verordnung von Galantamin an Demenzpatienten wird empfohlen, die kardiale Anamnese sowie die Begleitmedikation vor Therapiebeginn genau zu prüfen. Insbesondere bei Polypharmazie im Alter sollte auf mögliche pharmakodynamische Interaktionen geachtet werden, die das QTc-Intervall zusätzlich verlängern könnten.
Häufig gestellte Fragen
Laut der Mitteilung wird Galantamin zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ eingesetzt.
Die AkdÄ informiert, dass Warnhinweise bezüglich einer QTc-Verlängerung sowie dem Auftreten von Torsades de Pointes in die Produktinformationen ergänzt wurden.
Gemäß der Mitteilung ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit relevanten Herzerkrankungen, Elektrolytstörungen oder einem bereits verlängerten QTc-Intervall.
Die AkdÄ warnt vor der gleichzeitigen Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die das QTc-Intervall beeinflussen. In solchen Fällen wird eine Anwendung nur unter besonderer Vorsicht empfohlen.
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Quelle: AkdÄ: Änderung der Produktinformation von Galantamin-haltigen Arzneimitteln: QTc-Verlängerung. (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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