Mirikizumab bei Morbus Crohn: G-BA Nutzenbewertung
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat ein Nutzenbewertungsverfahren für den Wirkstoff Mirikizumab (Handelsname Omvoh) abgeschlossen. Gegenstand des Verfahrens ist ein neues Anwendungsgebiet in der Gastroenterologie.
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die den gesamten Gastrointestinaltrakt betreffen kann. Bei unzureichendem Ansprechen auf bisherige Therapien werden zielgerichtete Biologika eingesetzt, um eine Remission zu erreichen und die Darmschleimhaut zu heilen.
Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten der G-BA-Nutzenbewertung. Das Verfahren bewertet den Zusatznutzen des Medikaments für spezifisch vorbehandelte Erwachsene mit dieser Erkrankung.
Empfehlungen
Die Dokumentation des G-BA definiert das genaue Anwendungsgebiet für den Wirkstoff Mirikizumab.
Zugelassenes Anwendungsgebiet
Laut Fachinformation wird Mirikizumab (Omvoh) für folgende Patientenpopulation bewertet:
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Erwachsene Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn.
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Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf eine konventionelle Therapie oder eine Biologika-Behandlung.
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Patienten mit einem Wirkverlust (nicht mehr darauf ansprechen) unter vorherigen Therapien.
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Patienten, die eine Unverträglichkeit gegenüber diesen Vortherapien zeigen.
Verfahrensstatus
Das Nutzenbewertungsverfahren für dieses neue Anwendungsgebiet wurde am 04.09.2025 mit einem Beschluss abgeschlossen. Ein ergänzender Beschluss zu den Therapiekosten trat am 15.01.2026 in Kraft.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass Mirikizumab bei Morbus Crohn spezifisch für Patienten vorgesehen ist, die bereits auf konventionelle Therapien oder andere Biologika unzureichend angesprochen haben. Ein Einsatz als Erstlinientherapie bei neu diagnostizierten Patienten wird durch dieses spezifische Anwendungsgebiet nicht abgedeckt.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA ist der Wirkstoff für Erwachsene mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn vorgesehen. Voraussetzung ist, dass die Patienten auf eine konventionelle Therapie oder Biologika unzureichend ansprechen, einen Wirkverlust erlitten haben oder diese nicht vertragen.
Der Wirkstoff Mirikizumab wird unter dem Handelsnamen Omvoh vertrieben. Dies geht aus den Unterlagen des Nutzenbewertungsverfahrens hervor.
Gemäß dem bewerteten Anwendungsgebiet ist das Medikament für vorbehandelte Patienten vorgesehen. Es richtet sich an Personen, bei denen vorherige konventionelle oder biologische Therapien versagt haben oder nicht vertragen wurden.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Mirikizumab (Neues Anwendungsgebiet: Morbus Crohn, vorbehandelt) (G-BA, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.