Fingolimod: VZV-Meningoenzephalitis und Prophylaxe
Hintergrund
Fingolimod wird als krankheitsmodifizierende Monotherapie bei hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose (MS) eingesetzt.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet in einer Drug Safety Mail über einen Fall von Meningoenzephalitis durch das Varizella-zoster-Virus (VZV) im Zusammenhang mit Fingolimod.
Die Behandlung mit diesem Wirkstoff stellt ein potenzielles Risiko für VZV-Infektionen dar. Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Sicherheitswarnung der AkdÄ aus dem Jahr 2020.
💡Praxis-Tipp
Die AkdÄ betont, dass schwere VZV-Infektionen unter Fingolimod auch ohne die typischen Hauterscheinungen verlaufen können. Bei einer neurologischen Verschlechterung wird daher empfohlen, neben einem MS-Schub stets an eine atypisch verlaufende VZV-Meningoenzephalitis zu denken.
Häufig gestellte Fragen
Fingolimod wird als krankheitsmodifizierende Monotherapie bei hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose (MS) eingesetzt.
Laut AkdÄ muss vor Therapiebeginn zwingend eine ausreichende Immunität gegen das Varizella-zoster-Virus (VZV) sichergestellt werden. Dies soll eine primäre Infektion verhindern.
Neben typischen Hautveränderungen warnt die AkdÄ, dass schwere VZV-Infektionen auch völlig ohne Hauterscheinungen auftreten können. Sie können sich stattdessen durch neu auftretende oder verschlechternde neurologische Symptome als Meningoenzephalitis manifestieren.
Die AkdÄ empfiehlt, bei einer neurologischen Verschlechterung nicht nur an einen MS-Schub zu denken. Es sollten immer auch VZV-assoziierte Komplikationen differenzialdiagnostisch erwogen werden.
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Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe im Deutschen Ärzteblatt vom 06.11.2020: Meningoenzephalitis durch Varizella-zoster-Virus im Zusammenhang mit Fingolimod (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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