Filgrastim (G-CSF): Aortitis-Risiko und Diagnostik
Hintergrund
Granulozyten-koloniestimulierende Faktoren (G-CSF) wie Filgrastim, Pegfilgrastim, Lipegfilgrastim und Lenograstim werden zur Stimulation der Leukozytenproduktion eingesetzt. Sie finden Anwendung bei Tumorpatienten nach Chemotherapie sowie bei gesunden Stammzellspendern.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einem Rote-Hand-Brief aus dem Jahr 2018 über ein neu identifiziertes Sicherheitsrisiko. Es wurden seltene Fälle von Aortitis im Zusammenhang mit G-CSF-haltigen Präparaten gemeldet.
Eine Aortitis stellt eine potenziell lebensbedrohliche Entzündung der Hauptschlagader dar. Die Produktinformationen der betroffenen Arzneimittel wurden entsprechend um diesen Warnhinweis ergänzt.
💡Praxis-Tipp
Bei unklarem Fieber, Bauch- oder Rückenschmerzen unter G-CSF-Therapie sollte laut AkdÄ differenzialdiagnostisch an eine Aortitis gedacht werden. Dies gilt nicht nur für immunsupprimierte Tumorpatienten, sondern auch für gesunde Stammzellspender. Eine rasche CT-Diagnostik und das Absetzen des Präparats führen in der Regel zum Abklingen der Symptomatik.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief zählen Fieber, abdominelle Schmerzen, Rückenschmerzen und allgemeines Unwohlsein zu den Leitsymptomen. Zudem lassen sich laborchemisch erhöhte Entzündungsmarker nachweisen.
In den meisten gemeldeten Fällen wurde die Diagnose der Aortitis durch eine Computertomographie (CT-Scan) gesichert.
Das Risiko betrifft laut AkdÄ sowohl Tumorpatienten, die G-CSF zur Neutropenie-Prophylaxe erhalten, als auch gesunde Spender bei der Stammzellmobilisierung.
Die wichtigste Maßnahme ist das Absetzen des G-CSF-haltigen Arzneimittels. In den dokumentierten Fällen klang die Aortitis nach Beendigung der Exposition wieder ab.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Filgrastim, Pegfilgrastim (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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