AkdÄ2021

Strimvelis (ADA-SCID) Leukämierisiko: AkdÄ Rote-Hand-Brief

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf einem Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2021.

Strimvelis® ist eine Gentherapie für Personen mit schwerem kombiniertem Immundefekt aufgrund eines Adenosin-Desaminase-Mangels (ADA-SCID). Es wird angewendet, wenn kein geeigneter Stammzellspender aus der Familie zur Verfügung steht. Das Präparat besteht aus einer autologen, CD34+-angereicherten Zellfraktion, die mit einem retroviralen Vektor transduziert wurde.

Anlass der Sicherheitswarnung ist der erste berichtete Fall einer lymphatischen T-Zell-Leukämie nach der Behandlung. Die maligne Erkrankung trat 4,7 Jahre nach der Therapie auf und wird auf eine Insertionsonkogenese durch den viralen Vektor zurückgeführt.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert in ihrer Sicherheitswarnung folgende Kernempfehlungen zur Nachsorge:

Langzeitüberwachung

Aufgrund des Risikos einer Insertionsonkogenese wird eine langfristige Überwachung der behandelten Personen dringend empfohlen. Es wird darauf hingewiesen, dass das Risiko für maligne Transformationen auch Jahre nach der Therapie bestehen bleibt.

Monitoring-Parameter

Laut Rote-Hand-Brief sollen bei den Kontrolluntersuchungen zwingend folgende Parameter erhoben werden:

  • Ärztliche klinische Untersuchung

  • Differenzialblutbild

  • Klinisch-chemische Untersuchung

  • Bestimmung des Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH)

Untersuchungsintervalle

Es wird folgendes zeitliches Schema für die Nachsorge empfohlen:

Zeitraum nach TherapieFrequenz der Kontrolluntersuchungen
Jahre 1 bis 11Mindestens einmal jährlich
Jahr 13Einmalig im 13. Jahr
Jahr 15Einmalig im 15. Jahr

Kontraindikationen

Warnhinweis zur Insertionsonkogenese

Es wird explizit vor dem Risiko einer lymphatischen T-Zell-Leukämie gewarnt. In dem berichteten Fall trat die maligne Erkrankung 4,7 Jahre nach der Behandlung mit Strimvelis® auf. Als Ursache wird eine Insertionsonkogenese durch den verwendeten retroviralen Vektor angenommen.

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💡Praxis-Tipp

Der entscheidende Hinweis dieser Sicherheitswarnung ist die Notwendigkeit eines extrem langen Follow-ups nach einer Gentherapie mit Strimvelis®. Es wird betont, dass maligne Transformationen wie eine T-Zell-Leukämie auch noch fast fünf Jahre nach der Infusion auftreten können. Daher wird die strikte Einhaltung des 15-jährigen Monitoring-Plans als essenziell erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ wurde der erste Fall einer lymphatischen T-Zell-Leukämie nach einer Behandlung mit Strimvelis® gemeldet. Die Erkrankung trat 4,7 Jahre nach der Therapie auf und wird auf eine Insertionsonkogenese zurückgeführt.

Es wird ein strukturiertes Monitoring über einen Zeitraum von 15 Jahren empfohlen. In den ersten elf Jahren soll die Kontrolle jährlich erfolgen, danach nochmals im 13. und 15. Jahr.

Die Sicherheitswarnung empfiehlt die regelmäßige Bestimmung eines Differenzialblutbildes sowie klinisch-chemischer Parameter. Zusätzlich wird die Kontrolle des TSH-Wertes (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) gefordert.

Das Präparat wird bei einem schweren kombinierten Immundefekt aufgrund eines Adenosin-Desaminase-Mangels (ADA-SCID) angewendet. Es kommt laut Fachinformation zum Einsatz, wenn kein geeigneter Stammzellspender aus der Familie verfügbar ist.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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