BfArM2019

Febuxostat (Adenuric): Kardiovaskuläre Mortalität

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Febuxostat (z.B. Adenuric) ist ein Urikostatikum, das zur harnsäuresenkenden Therapie bei Gicht eingesetzt wird. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2019.

Anlass für die Sicherheitswarnung sind die Ergebnisse der klinischen Phase-IV-Studie (CARES-Studie). In dieser Studie wurden Gicht-Patienten untersucht, die bereits eine schwere kardiovaskuläre Erkrankung in der Vorgeschichte aufwiesen.

Die Studie verglich die Behandlung mit Febuxostat gegenüber der Therapie mit Allopurinol. Dabei zeigten sich signifikante Sicherheitsbedenken bezüglich der Mortalität unter der Therapie mit Febuxostat.

Empfehlungen

Es werden klare Einschränkungen für die Verordnung von febuxostathaltigen Arzneimitteln bei bestimmten Risikogruppen formuliert.

Studienergebnisse (CARES-Studie)

In der CARES-Studie zeigte sich bei Patienten unter Febuxostat ein signifikant höheres Risiko für Gesamtmortalität und für kardiovaskulär bedingte Todesfälle. Dieses erhöhte Risiko wurde im direkten Vergleich mit Patienten beobachtet, die mit Allopurinol behandelt wurden.

MedikamentRisiko für GesamtmortalitätRisiko für kardiovaskuläre Todesfälle
FebuxostatSignifikant erhöhtSignifikant erhöht
AllopurinolReferenzwertReferenzwert

Konsequenzen für die Therapie

Die Behandlung mit Febuxostat sollte bei Patienten mit bestehender schwerer kardiovaskulärer Erkrankung vermieden werden. Es werden hierbei explizit folgende Vorerkrankungen genannt:

  • Myokardinfarkt

  • Schlaganfall

  • Instabile Angina pectoris

Eine Ausnahme von dieser Einschränkung besteht nur dann, wenn für diese Patienten keine anderen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Kontraindikationen

Bei Patienten mit schwerer kardiovaskulärer Vorerkrankung stellt die Anwendung von Febuxostat eine relative Kontraindikation dar. Der Einsatz ist auf Fälle zu beschränken, in denen keine medikamentösen Alternativen zur Verfügung stehen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, vor der Verordnung von Febuxostat die kardiovaskuläre Anamnese des Patienten sorgfältig zu prüfen und bei Vorliegen schwerer Herzerkrankungen primär auf Allopurinol oder andere Alternativen auszuweichen.

Häufig gestellte Fragen

Eine klinische Studie (CARES) zeigte ein signifikant erhöhtes Risiko für die Gesamtmortalität und kardiovaskulär bedingte Todesfälle. Dieses Risiko trat im Vergleich zur Behandlung mit Allopurinol auf.

Das Medikament sollte bei Patienten mit schweren kardiovaskulären Vorerkrankungen vermieden werden. Dazu zählen insbesondere Zustände nach Myokardinfarkt, Schlaganfall oder bei instabiler Angina pectoris.

Ja, eine Behandlung mit Febuxostat kann in Ausnahmefällen erfolgen. Dies ist jedoch nur dann vorgesehen, wenn für den betroffenen Patienten keine anderen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Adenuric® (Febuxostat) und anderen febuxostathaltigen Arzneimitteln: Erhöhtes Risiko für kardiovaskulär bedingte Mortalität und Gesamtmortalität (BfArM, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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