IQWiG2009

Evidenzbasierte Medizin (EbM): Akzeptanz der Hausärzte

Diese Leitlinie stammt aus 2009 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2009 untersucht die Haltungen deutscher Hausärzte. Im Fokus stehen das Wissen und die Vorstellungen zu zentralen Steuerungsgremien wie dem IQWiG und dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

Hausärzte stellen die größte Gruppe der im ambulanten Sektor tätigen Ärzte dar. Sie sind von den Beschlüssen dieser Gremien, etwa zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln oder zu bindenden Richtlinien der gesetzlichen Krankenversicherung, maßgeblich betroffen.

Laut Bericht wird die evidenzbasierte Medizin (EbM) von Generalisten vielfach skeptisch betrachtet. Erklärungsansätze hierfür reichen von der Angst vor Veränderungen bis hin zum befürchteten Verlust der ärztlichen Autonomie, gepaart mit Misstrauen gegenüber den Institutionen.

Empfehlungen

Die Untersuchung formuliert zentrale Fragestellungen und liefert erste quantitative Erkenntnisse zur hausärztlichen Perspektive:

Zentrale Forschungsfragen

Die Untersuchung fokussiert sich laut Bericht auf folgende Kernaspekte der hausärztlichen Wahrnehmung:

  • Kenntnisstand über Rolle und Funktion von IQWiG und G-BA

  • Allgemeine Beurteilung dieser Gremien für den eigenen Versorgungsalltag

  • Stellenwert der evidenzbasierten Medizin (EbM) in der Praxis

  • Nutzung und Bedeutung von internetbasierten Patienteninformationen

Methodik und Pre-Test-Ergebnisse

Zur Datenerhebung wurde ein multimodales Vorgehen gewählt. Dieses umfasste eine qualitative Phase mit Fokusgruppen, an der 53 Hausärzte teilnahmen, sowie eine anschließende quantitative Befragung.

Die Ergebnisse des Pre-Tests der quantitativen Phase zeigten eine Rücklaufquote von 31 Prozent. Dabei wurde festgestellt, dass lediglich etwa 45 Prozent der antwortenden Hausärzte über Kenntnisse zum IQWiG und zum G-BA verfügten.

Erkenntnisse zur Akzeptanz

Der Bericht zitiert zudem externe Voruntersuchungen, die eine deutliche Skepsis der Ärzteschaft belegen. So wird den Kosten-Nutzen-Bewertungen des IQWiG teilweise der Bezug zum aktuellen medizinischen Standard abgesprochen.

Auch der G-BA wird in den zitierten Untersuchungen kritisch betrachtet. Es wird bemängelt, dass durch die Richtlinien des G-BA keine nennenswerten Verbesserungen ärztlicher Leistungen oder Weiterentwicklungen von Präventionsleistungen wahrgenommen werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht verdeutlicht, dass bei der Implementierung von Leitlinien im hausärztlichen Bereich häufig mit Vorbehalten gegenüber der evidenzbasierten Medizin und Ängsten vor Autonomieverlust gerechnet werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht ist das IQWiG unter anderem für die Nutzenbewertung von Arzneimitteln und die Bewertung evidenzbasierter Leitlinien zuständig. Zudem erstellt es verständliche Gesundheitsinformationen für Bürger.

Der G-BA beschließt als höchstes Gremium der Selbstverwaltung bindende Richtlinien für die gesetzliche Krankenversicherung. Diese umfassen laut Bericht die ärztliche Behandlung, Qualitätssicherung und die Verordnung von Arzneimitteln.

Der Bericht stellt fest, dass die evidenzbasierte Medizin von Generalisten vielfach skeptisch betrachtet wird. Als Gründe werden unter anderem die Angst vor Autonomieverlust und Misstrauen gegenüber Steuerungsgremien genannt.

In der Pre-Test-Phase der Untersuchung gaben lediglich etwa 45 Prozent der antwortenden Hausärzte an, Kenntnisse zum IQWiG und zum G-BA zu besitzen.

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Quelle: IQWiG GA07-02: Wissen, Vorstellungen und Haltungen deutscher Hausärzte zum IQWiG, zum G-BA und zur EbM (IQWiG, 2009). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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