Escitalopram: Dosierung, Indikation & Interaktionen
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank.
Escitalopram ist ein Antidepressivum aus der Klasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es wird primär in der Psychiatrie zur Behandlung von affektiven Störungen und Angststörungen eingesetzt.
Der Wirkstoff ist das S-Enantiomer von Citalopram und gilt laut Datenbank als der selektivste SERT-Inhibitor unter den SSRI. Die Wirkung beruht auf der Bindung an primäre und allosterische Bindungsstellen des Serotonin-Transporters (SERT), wodurch die Hemmung der Serotonin-Wiederaufnahme verstärkt und verlängert wird.
Die Pharmakokinetik zeichnet sich durch eine orale Bioverfügbarkeit von 80 Prozent und eine Halbwertszeit von 27 bis 32 Stunden aus. Der Metabolismus erfolgt über die Cytochrom-P450-Enzyme CYP2C19 und CYP3A4, wobei ein Fließgleichgewicht (Steady State) nach 7 bis 10 Tagen erreicht wird.
Empfehlungen
Die DrugBank-Datenbank listet verschiedene zugelassene und Off-Label-Indikationen für Escitalopram auf.
Indikationen
Gemäß dem Profil wird Escitalopram für folgende Erkrankungen eingesetzt:
-
Episoden einer Major Depression (Major Depressive Disorder)
-
Generalisierte Angststörung
-
Soziale Angststörung
-
Panikstörung (Off-Label-Use)
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Das Nebenwirkungsprofil umfasst laut Datenbank typische SSRI-assoziierte Symptome. Dazu gehören Übelkeit, Schlaflosigkeit, sexuelle Dysfunktion, Kopfschmerzen und Diarrhö.
Zudem wird auf spezifische Risiken hingewiesen:
-
Dosisabhängige QT-Zeit-Verlängerung (bei Dosen über 20 mg)
-
Hyponatriämie durch ein Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH), insbesondere bei älteren Menschen
-
Absetzsymptome bei abruptem Beenden der Therapie
Wichtige Interaktionen
Die Datenbank warnt vor mehreren klinisch relevanten Wechselwirkungen. Ein erhöhtes Risiko für ein Serotoninsyndrom besteht bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmern, Triptanen oder Tramadol.
Weitere Interaktionen umfassen:
-
Additive QT-Zeit-Verlängerung mit anderen QT-verlängernden Medikamenten
-
Erhöhte Escitalopram-Spiegel durch CYP2C19-Inhibitoren (wie Omeprazol)
-
Erhöhtes Blutungsrisiko in Kombination mit NSAR oder Antikoagulanzien
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Escitalopram an:
| Patientengruppe | Startdosis | Maximaldosis | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Standarddosierung | 10 mg einmal täglich | 20 mg einmal täglich | - |
| Ältere Menschen | - | 10 mg einmal täglich | Begrenzung aufgrund des QT-Risikos |
| Eingeschränkte Leberfunktion | - | 10 mg einmal täglich | Begrenzung aufgrund des QT-Risikos |
| CYP2C19 "Poor Metabolizer" | 5 mg einmal täglich | - | Reduzierte Startdosis |
Kontraindikationen
Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Einnahme von Escitalopram:
-
Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (es wird eine 14-tägige Auswaschphase gefordert)
-
Gleichzeitige Einnahme von Pimozid
-
Bestehende QT-Zeit-Verlängerung (da das Risiko dosisabhängig steigt)
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Praxisaspekt laut DrugBank ist das erhöhte Risiko für eine QT-Zeit-Verlängerung, das dosisabhängig ab 20 mg auftritt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Maximaldosis bei älteren Menschen und bei Personen mit eingeschränkter Leberfunktion auf 10 mg täglich begrenzt werden sollte. Zudem wird vor einem abrupten Absetzen der Medikation gewarnt, da dies zu Entzugssymptomen führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank-Profil beträgt die Halbwertszeit von Escitalopram 27 bis 32 Stunden. Ein Steady State wird nach etwa 7 bis 10 Tagen erreicht.
Omeprazol ist ein CYP2C19-Inhibitor, der den Abbau von Escitalopram hemmt. Die Datenbank weist darauf hin, dass dies zu erhöhten Escitalopram-Spiegeln im Blut führen kann.
Die gleichzeitige Einnahme von Escitalopram und NSAR (wie Ibuprofen) oder Antikoagulanzien geht laut Datenbank mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher.
Die Datenbank fordert eine 14-tägige Auswaschphase (Washout) zwischen der Einnahme von MAO-Hemmern und Escitalopram. Dies dient der Vermeidung eines lebensbedrohlichen Serotoninsyndroms.
Bei Personen, die als langsame Metabolisierer ("Poor Metabolizer") über das Enzym CYP2C19 gelten, wird eine reduzierte Startdosis von 5 mg täglich angegeben.
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Quelle: DrugBank: Escitalopram - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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