Provera (Medroxyprogesteronacetat): Dosierung & Anwendung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: EMA (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Provera ist ein Gestagen-Präparat, das den Wirkstoff Medroxyprogesteronacetat (MPA) enthält. Gemäß der EMA-Fachinformation wird das Arzneimittel in der Gynäkologie für eine Vielzahl von Indikationen eingesetzt. Dazu gehören laut Herstellerangaben unter anderem die Zusatzbehandlung zur zyklischen Östrogentherapie, die Symptomlinderung bei Endometriose sowie die Zyklusregulation, wie beispielsweise das Verschieben oder Auslösen der Menstruation. Die Fachinformation beschreibt, dass MPA eine progesteronähnliche Wirkung aufweist und ein östrogenstimuliertes Endometrium in die Sekretionsphase überführt. Dieser Mechanismus wird laut SmPC klinisch genutzt, um eine östrogeninduzierte Hyperproliferation des Endometriums zu hemmen.

Empfehlungen

Vor Beginn einer Therapie mit Provera empfiehlt die EMA-Fachinformation eine gründliche gynäkologische Untersuchung sowie die Kontrolle von Blutdruck und Brüsten. Laut SmPC sollte diese Untersuchung bei fortgesetzter Behandlung etwa einmal jährlich wiederholt werden. Tritt eine vaginale Blutung zu einem unerwarteten Zeitpunkt auf, wird gemäß den Herstellerangaben eine fachärztliche Abklärung gefordert. Die Fachinformation weist zudem darauf hin, dass Patientinnen darüber aufgeklärt werden sollen, bei starken Kopfschmerzen, Sehstörungen oder unklaren vaginalen Blutungen umgehend ärztlichen Rat einzuholen. Hinsichtlich der Einnahme beschreibt die Leitlinie, dass die Verabreichung zusammen mit Nahrung die Bioverfügbarkeit von Medroxyprogesteronacetat signifikant erhöht.

Dosierung

Die Dosierung von Provera richtet sich nach der jeweiligen Indikation. Die EMA-Fachinformation gibt hierfür folgende Dosierungsschemata an:

IndikationDosierungsempfehlung laut SmPC
Zusatz zur zyklischen Östrogentherapie5-10 mg täglich während der letzten 10-12 Tage der Östrogeneinnahme
Endometriose (Symptomlinderung)5-10 mg täglich (Behandlungsdauer meist 6 Monate oder länger). Bei Schmierblutungen Dosiserhöhung um 5 mg täglich möglich.
Verschieben der Menstruation10 mg täglich, beginnend ca. 1 Woche vor der erwarteten Menstruation
Vorverlegen der Menstruation10 mg täglich vom 6. bis 8. Zyklustag für 1 Woche
Dysfunktionelle Blutungen5-10 mg für mindestens 10 Tage
Oligo- und Amenorrhö5-10 mg täglich für 1 Woche (bei Amenorrhö meist in Kombination mit Östrogenen)
Dysmenorrhö / Prämenstruelle Beschwerden5-10 mg täglich für 7 Tage vor der erwarteten Menstruation

Kontraindikationen

Laut der EMA-Fachinformation ist Provera bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Medroxyprogesteronacetat oder einen der sonstigen Bestandteile kontraindiziert. Die SmPC führt zudem Porfyrie als Warnhinweis auf. Gemäß den Herstellerangaben darf das Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden. Da die Tabletten Laktose und Saccharose enthalten, rät die Fachinformation von einer Anwendung bei Patientinnen mit seltenen hereditären Störungen wie Galaktose-Intoleranz, totalem Laktasemangel, Fruktose-Intoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel ab.

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💡Praxis-Tipp

Gemäß der EMA-Fachinformation führt die Einnahme von Provera zusammen mit einer Mahlzeit zu einer Erhöhung der maximalen Plasmakonzentration (Cmax) um durchschnittlich 51 bis 77 Prozent, weshalb dieser pharmakokinetische Aspekt im klinischen Alltag Beachtung finden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut der EMA-Fachinformation wird Medroxyprogesteronacetat in die Muttermilch ausgeschieden. Bei therapeutischen Dosen werden jedoch gemäß den Herstellerangaben keine negativen Auswirkungen auf den gestillten Säugling erwartet.

Die SmPC listet als häufige Nebenwirkungen unter anderem Flüssigkeitsretention, depressive Verstimmungen, verminderte Libido, Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen sowie Gewichtszunahme auf. Zudem beschreibt die Fachinformation, dass bei Langzeitbehandlungen Zyklusstörungen sehr häufig vorkommen.

Gemäß der EMA-Fachinformation hat das Arzneimittel keinen oder nur einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Die Fachinformation weist darauf hin, dass Medroxyprogesteronacetat hauptsächlich über das Enzym CYP3A4 metabolisiert wird. Laut Hersteller ist daher bei gleichzeitiger Gabe von CYP3A4-Induktoren oder -Inhibitoren mit einer Beeinflussung der Plasmakonzentration von MPA zu rechnen.

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Quelle: Provera — SmPC (Summary of Product Characteristics) (EMA, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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