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Paracetamol: Dosierung, Wirkung & Nebenwirkungen | DrugBank

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Paracetamol (Acetaminophen) ist laut der DrugBank-Datenbank ein zentral wirkendes Analgetikum und Antipyretikum aus der Gruppe der Para-Aminophenol-Derivate. Gemaess dem pharmakologischen Profil wird es vorrangig bei Schmerzen und Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Der genaue Wirkmechanismus ist laut DrugBank noch nicht vollstaendig geklaert. Es wird jedoch beschrieben, dass Paracetamol die Cyclooxygenase (COX) im zentralen Nervensystem hemmt, moeglicherweise ueber COX-3 oder einen peroxidabhaengigen Mechanismus. Zudem aktiviert der Wirkstoff absteigende serotonerge Hemmbahnen. Die Datenbank betont, dass Paracetamol keine periphere entzuendungshemmende (antiinflammatorische) Wirkung besitzt. Der aktive Metabolit AM404 koennte laut den vorliegenden Daten zusaetzlich an Cannabinoid- und TRPV1-Rezeptoren wirken.

Empfehlungen

Gemaess dem DrugBank-Profil ergeben sich folgende Hauptindikationen fuer den Einsatz von Paracetamol:

  • Leichte bis maessige Schmerzen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen und Migraene (haeufig in Kombination mit anderen Wirkstoffen)
  • Arthrose (hier wird es laut Quelle als Analgetikum der ersten Wahl gefuehrt)

Hinsichtlich der Pharmakokinetik gibt die Datenbank eine orale Bioverfuegbarkeit von 60 bis 98 % sowie eine Halbwertszeit von 1,5 bis 3 Stunden an. Der hepatische Metabolismus erfolgt laut DrugBank zu 60 % ueber Glukuronidierung und zu 35 % ueber Sulfatierung. Etwa 5 % werden ueber das Enzym CYP2E1 zu dem hepatotoxischen Metaboliten NAPQI verstoffwechselt, welcher durch Glutathion neutralisiert wird. Als spezifisches Antidot bei Vergiftungen nennt die Quelle N-Acetylcystein.

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank listet folgende Dosierungsrichtlinien fuer Paracetamol auf:

Patientengruppe / SituationEmpfohlene DosierungMaximale Tagesdosis
Standarddosierung500 - 1000 mg alle 4 bis 6 Stunden3 - 4 g / Tag
Aeltere PatientenDosisreduktion empfohlenmax. 2 g / Tag
LebererkrankungenDosisreduktion empfohlenmax. 2 g / Tag
Chronischer AlkoholkonsumDosisreduktion empfohlenmax. 2 g / Tag

Hinweis: Laut DrugBank ist Paracetamol rezeptfrei (OTC) erhaeltlich.

Kontraindikationen

Laut DrugBank gelten folgende Kontraindikationen fuer die Einnahme:

  • Schwere Leberfunktionsstoerung
  • Aktive Lebererkrankung

Zudem warnt die Quelle vor relevanten Wechselwirkungen (Interaktionen):

Chronischer Alkoholkonsum

Es wird ein erhoehtes Risiko fuer Hepatotoxizitaet beschrieben.

Warfarin

Bei regelmaessiger Einnahme von mehr als 2 g Paracetamol pro Tag kann es laut Datenbank zu einem Anstieg des INR-Wertes kommen.

Carbamazepin / Phenytoin

Durch eine CYP-Induktion kommt es zu einer verstaerkten Bildung hepatotoxischer Metaboliten.

Metoclopramid

Diese Kombination fuehrt zu einer erhoehten Resorption von Paracetamol.

Als Nebenwirkungen listet das Profil in erster Linie eine dosisabhaengige Hepatotoxizitaet (als Hauptrisiko) sowie Uebelkeit auf. In seltenen Faellen werden allergische Reaktionen und Thrombozytopenie genannt.

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💡Praxis-Tipp

Die DrugBank-Datenbank weist nachdruecklich darauf hin, dass Paracetamol in den Industrielaendern die haeufigste Ursache fuer akutes Leberversagen darstellt, weshalb die dosisabhaengige Hepatotoxizitaet als groesstes Risiko bei der Anwendung beachtet werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Der genaue Mechanismus ist nicht vollstaendig geklaert. Laut DrugBank hemmt es die COX im zentralen Nervensystem und aktiviert absteigende serotonerge Hemmbahnen, besitzt jedoch keine periphere entzuendungshemmende Wirkung.

Gemaess den Daten betraegt die maximale Tagesdosis 3 bis 4 g. Bei aelteren Patienten, Lebererkrankungen oder chronischem Alkoholkonsum wird eine Reduktion auf maximal 2 g pro Tag beschrieben.

Die Datenbank warnt davor, dass eine regelmaessige Einnahme von mehr als 2 g Paracetamol pro Tag zu einem Anstieg des INR-Wertes bei Patienten unter Warfarin-Therapie fuehren kann.

Laut dem pharmakologischen Profil der DrugBank wird N-Acetylcystein als Antidot zur Neutralisierung des hepatotoxischen Metaboliten NAPQI verwendet.

Gemaess der Quelle stellen schwere Leberfunktionsstoerungen und aktive Lebererkrankungen absolute Kontraindikationen dar.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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