Finasterid: Psychiatrische und sexuelle Nebenwirkungen
Hintergrund
Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2018 informiert über Sicherheitsrisiken bei der Anwendung von Finasterid.
Finasterid ist ein 5α-Reduktase-Hemmer vom Typ II, der die Umwandlung von Testosteron in das Androgen Dihydrotestosteron blockiert. Das Medikament wird in unterschiedlichen Dosierungen zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern sowie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.
Nach der Markteinführung wurden vermehrt Berichte über teils langanhaltende sexuelle Dysfunktionen sowie schwerwiegende psychiatrische Symptome erfasst. Dies führte zu einer Anpassung der Produktinformationen und der Veröffentlichung entsprechender Warnhinweise.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt des Rote-Hand-Briefs ist die Information, dass sexuelle Dysfunktionen durch Finasterid auch nach dem Absetzen der Medikation für mehr als ein Jahrzehnt persistieren können. Zudem wird bei neu auftretenden psychiatrischen Symptomen unter der 1-mg-Dosierung ein sofortiger Therapieabbruch empfohlen, während bei der 5-mg-Dosierung zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden soll.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief kann es zu erektiler Dysfunktion, Ejakulationsstörungen und einer verminderten Libido kommen. Es wird gewarnt, dass diese Beschwerden auch nach Absetzen der Therapie länger als zehn Jahre anhalten können.
Es wird über Stimmungsänderungen, depressive Verstimmungen, Depressionen und Suizidgedanken berichtet. Zudem wurde Angst als neue Nebenwirkung in die Produktinformationen aufgenommen.
Der Rote-Hand-Brief empfiehlt in diesem Fall, die Behandlung mit der 1-mg-Dosierung zu beenden. Zusätzlich sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Bei der 5-mg-Dosierung wird bei Auftreten psychiatrischer Symptome empfohlen, medizinischen Rat einzuholen. Ein sofortiger Therapieabbruch wird in der Sicherheitsinformation für diese Dosierung nicht explizit gefordert.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Finasterid-haltigen Arzneimitteln (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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