AkdÄ2024

Finasterid Nebenwirkungen: AkdÄ Drug Safety Mail

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in der Drug Safety Mail 2024-45 über schwerwiegende Sicherheitsbedenken bei der systemischen Therapie mit Finasterid. Der Wirkstoff wird in der Praxis vorwiegend zur Behandlung der androgenetischen Alopezie sowie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.

Im Fokus der aktuellen Warnung stehen psychiatrische und sexuelle Nebenwirkungen. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass insbesondere sexuelle Funktionsstörungen auch nach dem Absetzen der Medikation persistieren können.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert, teilweise basierend auf Empfehlungen der britischen Arzneimittelbehörde (MHRA), folgende Kernempfehlungen für den klinischen Alltag:

Vor der Verschreibung

Vor dem Beginn einer systemischen Therapie mit Finasterid wird eine gezielte Anamnese empfohlen. Laut Mitteilung sollte explizit nach einer Depression und Suizidalität in der Vorgeschichte gefragt werden.

Zudem wird angeraten, Behandelte und deren Umfeld aufzuklären. Da Betroffene psychische Veränderungen oft nicht selbst bemerken, wird empfohlen, dass Angehörige oder Freunde über die Anwendung und die damit verbundenen Risiken informiert werden.

Monitoring unter Therapie

Gemäß der Fachinformation wird eine regelmäßige Überwachung während der Behandlung empfohlen. Dabei sollte laut MHRA auf folgende Aspekte geachtet werden:

  • Auftreten von psychiatrischen Symptomen (wie depressive Verstimmungen)

  • Entwicklung von sexuellen Störungen

Vorgehen bei Nebenwirkungen

Das empfohlene Vorgehen bei auftretenden psychiatrischen Symptomen unterscheidet sich laut AkdÄ je nach Indikation:

  • Bei Alopezie: Die Behandlung sollte sofort abgebrochen und medizinischer Rat eingeholt werden.

  • Bei benigner Prostatahyperplasie (BPH): Betroffene sollten ärztlichen Rat einholen, die Therapie jedoch nicht eigenständig abbrechen.

Kontraindikationen

Die Mitteilung formuliert zwar keine absoluten Kontraindikationen, spricht jedoch deutliche Warnhinweise aus.

Es wird betont, dass die Anwendung von Finasterid bei Personen mit einer Depression oder sexueller Dysfunktion in der Vorgeschichte vorab sorgfältig geprüft werden sollte.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt der AkdÄ-Mitteilung ist die Warnung, dass sexuelle Nebenwirkungen unter Finasterid auch nach dem Absetzen der Medikation persistieren können. Zudem wird hervorgehoben, dass bei auftretenden psychiatrischen Symptomen nur bei der Indikation Alopezie ein sofortiger Therapieabbruch empfohlen wird, während bei einer BPH zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden soll.

Häufig gestellte Fragen

Die AkdÄ warnt primär vor psychiatrischen und sexuellen Nebenwirkungen bei der systemischen Behandlung mit Finasterid. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass sexuelle Störungen auch nach Beendigung der Therapie anhalten können.

Laut Empfehlung der britischen MHRA wird eine gezielte Anamnese bezüglich Depressionen und Suizidalität in der Vorgeschichte angeraten. Bei vorbestehenden Depressionen oder sexuellen Dysfunktionen sollte die Indikation besonders streng geprüft werden.

Tritt unter der Behandlung einer Alopezie eine psychiatrische Symptomatik auf, wird ein sofortiger Abbruch der Therapie empfohlen. Im Anschluss sollte umgehend medizinischer Rat eingeholt werden.

Nein, die AkdÄ rät bei Personen mit benigner Prostatahyperplasie von einem eigenständigen Therapieabbruch ab. Bei auftretenden psychiatrischen Symptomen wird stattdessen empfohlen, zeitnah ärztlichen Rat einzuholen.

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Quelle: AkdÄ: „UAW-News International“: Psychiatrische und sexuelle Nebenwirkungen von Finasterid (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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