Finasterid & Dutasterid: Suizidrisiko & Therapieabbruch
Hintergrund
Finasterid und Dutasterid sind 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, die unter anderem zur Behandlung der androgenetischen Alopezie und der benignen Prostatahyperplasie eingesetzt werden. Ein aktueller Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2025 thematisiert neue Sicherheitsbedenken zu diesen Wirkstoffen.
In Abstimmung mit der EMA und dem BfArM wird über das Risiko von Suizidgedanken und depressiven Verstimmungen informiert. Diese unerwünschten Arzneimittelwirkungen werden hauptsächlich bei der oralen Anwendung von Finasterid zur Behandlung von Haarausfall berichtet.
💡Praxis-Tipp
Laut Rote-Hand-Brief können sexuelle Funktionsstörungen unter Finasterid maßgeblich zu Stimmungsänderungen und Suizidgedanken beitragen. Es wird empfohlen, bei der Anamnese von sexuellen Dysfunktionen proaktiv nach psychischen Begleitsymptomen zu fragen und die Indikation zur Fortführung der Therapie kritisch zu prüfen.
Häufig gestellte Fragen
Der Rote-Hand-Brief der AkdÄ informiert über das Risiko von Suizidgedanken und depressiven Verstimmungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung. Dies betrifft insbesondere die orale Einnahme bei der Behandlung der androgenetischen Alopezie.
Laut den Sicherheitsinformationen wird ein sofortiger Abbruch der Behandlung empfohlen. Betroffene Personen sollen umgehend ärztlichen Rat einholen.
Aufgrund des gleichen Wirkmechanismus wird auch unter Dutasterid zur Vorsicht bei Stimmungsänderungen geraten. Die Evidenz für einen direkten Zusammenhang mit Suizidgedanken ist hierbei laut Rote-Hand-Brief jedoch noch unzureichend.
In Packungen mit 1 mg Finasterid wird zukünftig eine Patientenkarte enthalten sein. Diese soll explizit auf die Risiken wie depressive Verstimmung, Suizidgedanken und sexuelle Funktionsstörungen hinweisen.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Finasterid, Dutasterid: Neue Maßnahmen zur Minimierung des Risikos für Suizidgedanken (AkdÄ, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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