AkdÄ2017

Lieferengpass Abciximab (Reopro): AkdÄ-Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einer Drug Safety Mail aus dem Jahr 2017 über einen Rote-Hand-Brief zu Reopro® (Abciximab). Der Wirkstoff ist als Injektions- oder Infusionslösung in einer Konzentration von 2 mg/ml auf dem Markt.

Abciximab ist ein Glykoprotein-(GP)-IIb/IIIa-Antagonist, der die Thrombozytenaggregation hemmt. Zusätzlich bindet der Wirkstoff an den Vitronectin-Rezeptor von Thrombozyten und Endothelzellen, wodurch koagulatorische Eigenschaften vermittelt werden.

Das Medikament wird laut AkdÄ in Kombination mit Heparin und Acetylsalicylsäure eingesetzt. Ziel ist die Vermeidung ischämischer kardialer Komplikationen bei perkutaner Koronarintervention (PCI) sowie die kurzfristige Senkung des Herzinfarktrisikos bei therapierefraktärer instabiler Angina pectoris vor einer PCI.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert aufgrund eines gemeldeten Lieferengpasses folgende Kerninformationen und Empfehlungen:

Lieferengpass

  • Der Zulassungsinhaber meldet einen Lieferengpass für Reopro® (Abciximab) in Deutschland.

  • Dieser Engpass bestand voraussichtlich vom 27. Oktober 2017 bis Ende März 2018.

Alternative Therapieoptionen

  • Es wird empfohlen, sich rechtzeitig mit alternativen Wirkstoffen zu bevorraten.

  • Als Alternativen nennt die AkdÄ andere GP-IIb/IIIa-Antagonisten.

  • Ebenfalls wird Bivalirudin als mögliche Ausweichmedikation aufgeführt.

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💡Praxis-Tipp

Bei einem Lieferengpass von Abciximab wird empfohlen, frühzeitig auf alternative Antithrombotika auszuweichen. Die AkdÄ weist darauf hin, dass für geplante perkutane Koronarinterventionen andere GP-IIb/IIIa-Antagonisten oder Bivalirudin als Ersatz bereitgehalten werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ wird Abciximab zusammen mit Heparin und ASS zur Prävention ischämischer Komplikationen bei einer perkutanen Koronarintervention (PCI) angewendet. Zudem dient es der kurzfristigen Senkung des Herzinfarktrisikos bei instabiler Angina pectoris vor einer geplanten PCI.

Der Wirkstoff ist ein Glykoprotein-(GP)-IIb/IIIa-Antagonist und hemmt die Thrombozytenaggregation. Er bindet zusätzlich an den Vitronectin-Rezeptor von Thrombozyten und Endothelzellen.

Die AkdÄ empfiehlt die Bevorratung und den Einsatz anderer GP-IIb/IIIa-Antagonisten. Alternativ wird auch Bivalirudin als Ausweichpräparat genannt.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Reopro® 2 mg/ml Injektionslösung oder Infusionslösung (Abciximab): Lieferengpass. (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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