DGOOCS2e2021Orthopädie

Distale Radiusfraktur: Diagnostik und Therapieoptionen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGOOC (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die distale Radiusfraktur ist eine der häufigsten Frakturen. Bei jüngeren Menschen unter 40 Jahren entsteht sie meist durch Hochenergietraumata wie Verkehrs- oder Sportunfälle, wobei die Geschlechterverteilung annähernd gleich ist.

Bei Personen über 40 Jahren, insbesondere bei Frauen, dominieren Niedrigenergietraumata wie Stürze aus dem Stand. Eine verminderte Knochendichte und Osteoporose gelten hier als wesentliche Prädiktoren für das Frakturrisiko.

Die Einteilung der Frakturen erfolgt häufig nach der AO/OTA-Klassifikation. Diese unterscheidet zwischen extraartikulären, partiell artikulären und komplett artikulären Frakturen des distalen Radius.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, bei inakzeptabler Redislokation eine sekundäre Nachreposition im Gips durchzuführen, da dies die Rate an Complex Regional Pain Syndrom (CRPS) erhöht. Stattdessen wird bei Repositionsverlust ein Wechsel des Behandlungsverfahrens, in der Regel zur operativen Stabilisierung, empfohlen. Zudem wird betont, dass bei osteoporotischem Knochen eine alleinige Stützverband-Immobilisation häufig unzureichend ist, um die reponierte Stellung zu halten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine CT-Untersuchung empfohlen, um karpale Begleitverletzungen auszuschließen. Zudem dient sie der genauen Beurteilung der Gelenkflächenkongruenz und von Gelenkstufen bei intraartikulären Frakturen.

Es wird empfohlen, stabile extraartikuläre Frakturen sowie nicht oder nur gering dislozierte intraartikuläre Frakturen konservativ zu behandeln. Auch bei älteren Personen über 70 Jahren wird häufig ein konservatives Vorgehen favorisiert, da funktionell oft keine Nachteile bestehen.

Die Leitlinie gibt an, dass die Reposition immer unter Analgesie erfolgen muss. Dies kann medikamentös, als Regionalanästhesie, Kurznarkose oder durch eine Bruchspaltanästhesie geschehen, wobei letztere besonders bei älteren Personen als sicher und effektiv gilt.

Zu den Instabilitätskriterien zählen unter anderem eine Dorsalkippung von über 20 Grad, eine Radiusverkürzung von mehr als 4 Millimetern sowie dislozierte Kantenfragmente. Auch eine Tendenz zur Redislokation nach initialer Reposition wird als klares Instabilitätszeichen gewertet.

Bei einer konservativen Therapie wird eine Ruhigstellung im Stützverband für mehr als 4 bis 5 Wochen empfohlen. Während dieser Zeit sind regelmäßige Röntgenkontrollen, insbesondere innerhalb der ersten Woche, zur Erkennung eines Repositionsverlustes angezeigt.

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Quelle: DGOOC: Distale Radiusfraktur (DGOOC, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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