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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Simulationskurse Kardiologie: DGK-Manual

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Simulationskurse ergänzen die praktische Ausbildung zum Interventionellen Kardiologen.
  • Ein anerkannter Kurs muss mindestens 8 Stunden dauern und zu mindestens 50 % aus praktischem Training bestehen.
  • Das Betreuungsverhältnis liegt bei maximal 3 Kursteilnehmern pro Trainer an einem Arbeitsplatz.
  • Die Kurse sind in drei Level (Koronarangiographie, PCI-Einführung, PCI-Aufbaukurs) sowie Notfallmanagement unterteilt.
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Hintergrund

In Deutschland werden jährlich ca. 900.000 diagnostische Linksherzkatheteruntersuchungen und 360.000 perkutane Koronarinterventionen (PCIs) durchgeführt. Um den Erwerb der notwendigen Expertise für diese Eingriffe zu erleichtern, hat die Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie (AGIK) der DGK ein vierstufiges Curriculum erstellt.

Simulationskurse ergänzen das Training am Patienten sinnvoll und verbessern nachweislich die prozeduralen Fähigkeiten sowie das Komplikationsmanagement im Team. Erfüllen Kurse definierte Qualitätskriterien, kann die Schirmherrschaft der DGK/AGIK ("Curriculum-begleitender AGIK-Simulationskurs") beantragt werden.

Basisanforderungen an Simulationskurse

Ein anerkannter Kurs muss modular aufgebaut sein und mindestens 8 Stunden dauern.

Folgende Module sind empfehlenswert:

  • Theoretische Grundlagen und Prozedurenablauf
  • Praktische Materialschulung
  • Praktisches Training an Simulatoren/Modellen (Hands-on, Teamtraining)
  • Falldemonstration und -diskussion
  • Lernerfolgskontrolle (Multiple-Choice, ggf. praktisch am Simulator)

Kernaussage: Das praktische Training (Simulations- und Modelltraining, Materialschulung, Hands-on) muss mindestens 50 % der gesamten Kursdauer ausmachen.

Ausstattung und Betreuungsschlüssel

Um einen hohen Trainingsstandard zu gewährleisten, gelten klare Vorgaben für das Equipment und das Trainer-Teilnehmer-Verhältnis.

BereichAnforderung / Empfehlung
TrainingsmodellePulsatile/nicht-pulsatile Modelle, Punktionsmodelle (A. femoralis/radialis), Bifurkationsmodelle, ggf. Tiermodelle
VR-SimulatorenEinsatz von einem oder mehreren Virtual-Reality-Simulatoren wird empfohlen
NotfallkurseVR-Simulator kombiniert mit Patientensimulator, Intensiv-Ausrüstung, Video-Debriefing
Trainer-QualifikationZertifizierte interventionelle Kardiologen mit "Train-the-trainer"-Schulung

Betreuungsschlüssel

TrainingsartMaximales Verhältnis (Trainer : Teilnehmer)Bemerkung
Simulationstraining1 : 3An einem Arbeitsplatz (ggf. 2 benachbarte Arbeitsplätze pro Trainer)
Teamtraining (Notfall)1 : 8Der Aufgabenverteilung entsprechend angepasst

Kurslevel im Curriculum

Die Kurse orientieren sich an den Ausbildungsstufen des Curriculums Interventionelle Kardiologie:

LevelKurstypInhalte (Auszug)
Level 1Einführung in die KoronarangiographieKoronaranatomie, Material, Strahlenschutz, Punktionstraining, Prozedurales Vorgehen
Level 2Einführung in die PCIInterventionsplanung, Projektionen, Komplikationsmanagement, PCI-Techniken am Modell
Level 3PCI-Aufbaukurs / Strukturelle HerzerkrankungenSpezielle Techniken (ACS, CTO, Bifurkation, TAVI), komplexe Prozeduren
SonderkursNotfallmanagement im HKLTeamtraining, CRM (Crew Resource Management), Stressmanagement, Fehlerkultur

💡Praxis-Tipp

Achten Sie bei der Auswahl von Simulationskursen für Ihre Weiterbildung auf die AGIK-Schirmherrschaft, da diese die Einhaltung der DGK-Qualitätskriterien (z. B. mindestens 50 % Praxisanteil) garantiert.

Häufig gestellte Fragen

Das praktische Training muss mindestens 50 % der gesamten Kursdauer ausmachen.
Maximal 3 Kursteilnehmer an einem Arbeitsplatz. Beim Teamtraining zum Notfallmanagement sind maximal 8 Teilnehmer zulässig.
Sie müssen zertifizierte interventionelle Kardiologen sein und eine 'Train-the-trainer-Schulung' absolviert haben.
Die Dauer muss jeweils mindestens 8 Stunden betragen.

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