Dexmedetomidin: Mortalitätsrisiko bei Patienten ≤ 65 J.
Hintergrund
Dexmedetomidin wird zur Sedierung von intensivmedizinisch behandelten Erwachsenen eingesetzt. Es ermöglicht eine Sedierungstiefe, bei der Patienten durch verbale Stimulation erweckbar bleiben. Zudem wird es bei nicht intubierten Erwachsenen vor oder während diagnostischer und chirurgischer Eingriffe verwendet.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in einer Drug Safety Mail (2022-29) einen Rote-Hand-Brief zu Dexmedetomidin zusammengefasst. Anlass sind die Ergebnisse der randomisierten klinischen Studie SPICE III.
In dieser Studie wurde die Wirkung von Dexmedetomidin auf die Gesamtmortalität bei 3904 kritisch kranken Patienten untersucht. Dabei wurde die Substanz mit der üblichen Standardbehandlung, bestehend aus Propofol oder Midazolam, verglichen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Sedierung von Intensivpatienten unter 65 Jahren sollte laut Rote-Hand-Brief der Einsatz von Dexmedetomidin besonders kritisch abgewogen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass insbesondere bei nicht-postoperativen Patienten und hohen APACHE-II-Scores alternative Sedativa wie Propofol oder Midazolam bevorzugt in Betracht gezogen werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Der Rote-Hand-Brief wurde aufgrund der Ergebnisse der SPICE-III-Studie veröffentlicht. Diese zeigte laut AkdÄ ein erhöhtes Mortalitätsrisiko bei Intensivpatienten unter 65 Jahren, die mit Dexmedetomidin sediert wurden, im Vergleich zur Standardtherapie.
Laut Rote-Hand-Brief betrifft das erhöhte Mortalitätsrisiko vor allem Patienten, die 65 Jahre oder jünger sind. Das Risiko steigt weiter an bei nicht-postoperativen Aufnahmegründen, jüngerem Alter und einem hohen APACHE-II-Score.
In der zitierten SPICE-III-Studie wurde Dexmedetomidin mit der üblichen Standardbehandlung verglichen. Diese bestand laut AkdÄ aus der Sedierung mit Propofol oder Midazolam.
Das Medikament wird zur Sedierung von intensivmedizinisch behandelten Erwachsenen eingesetzt, die durch verbale Stimulation erweckbar bleiben sollen. Zudem wird es laut AkdÄ bei nicht intubierten Erwachsenen vor oder während diagnostischer und chirurgischer Maßnahmen angewendet.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Dexmedetomidin: Risiko von erhöhter Mortalität bei Intensivpatienten ≤ 65 Jahren. (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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