Dentale digitale Volumentomographie (DVT): Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie behandelt die Anwendung der dentalen digitalen Volumentomographie (DVT) in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Das Verfahren ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung von Hartgeweben mittels eines pyramidenförmigen Röntgenstrahlenbündels und eines Flächendetektors.

Im Vergleich zur herkömmlichen Computertomographie (CT) weist die DVT in der Regel eine geringere Strahlenexposition auf. Dennoch liegt die Dosis deutlich über der von zweidimensionalen Röntgenverfahren wie der Panoramaschichtaufnahme.

Gemäß Leitlinie gilt bei jeder Anwendung das ALARA-Prinzip (As low as reasonably achievable). Die rechtfertigende Indikation erfordert stets die Feststellung, dass der gesundheitliche Nutzen das Strahlenrisiko überwiegt.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Warnhinweis der Leitlinie betrifft die Beurteilung der Knochendichte vor Implantationen. Es wird davon abgeraten, die Grauwerte einer DVT-Aufnahme zur quantitativen Knochendichtemessung heranzuziehen, da diese Werte bei der DVT nicht standardisiert sind und stark schwanken.

Häufig gestellte Fragen

Ein DVT ist laut Leitlinie nicht routinemäßig vor einer Weisheitszahnentfernung erforderlich. Es wird nur empfohlen, wenn das zweidimensionale Röntgenbild Hinweise auf eine enge Lagebeziehung zu Risikostrukturen wie dem Nervus alveolaris inferior zeigt.

Die Leitlinie rät von der Nutzung der DVT zur Kariesdiagnostik ab. Durch Metall- und Aufhärtungsartefakte wird die Beurteilung oft unmöglich, zudem bietet das Verfahren hier keinen diagnostischen Mehrwert gegenüber dem 2D-Röntgen.

Das DVT eignet sich sehr gut zur Darstellung knöcherner Veränderungen des Kiefergelenks, wie etwa bei Arthrose. Für die Beurteilung des Diskus articularis oder der Bänder ist es jedoch nicht geeignet; hierfür wird ein MRT empfohlen.

Bei unklaren Befunden im 2D-Röntgen kann ein kleinvolumiges DVT indiziert sein. Es hilft bei der Detektion von Wurzelfrakturen, der Beurteilung komplexer Kanalanatomien oder der Planung endodontisch-chirurgischer Eingriffe.

Die Anwendung bei Kindern ist möglich, erfordert laut Leitlinie aber eine besonders strenge Indikationsstellung aufgrund des erhöhten Strahlenrisikos. Es wird empfohlen, dosisreduzierende Maßnahmen wie die Begrenzung des Scanwinkels auf 180 Grad zu nutzen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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