COVID-19 bei Krebserkrankungen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Coronavirus SARS-CoV-2 stellt insbesondere für vulnerable Personengruppen eine große Herausforderung dar. Personen mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen haben ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19.

Die Mortalität ist besonders bei einer aktiven, progredienten Krebserkrankung hoch. Zu den spezifischen Risikofaktoren für einen schweren Verlauf zählen unter anderem hämatologische Neoplasien, Lungenkarzinome, ein höheres Alter sowie das Vorliegen multipler Komorbiditäten.

Das klinische Bild wird durch die kontinuierliche Ausbreitung neuer Virusvarianten und Rekombinanten geprägt. Diese Veränderungen können die Infektiosität erhöhen und die Wirksamkeit von Schutzimpfungen sowie antiviralen Arzneimitteln maßgeblich beeinflussen.

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💡Praxis-Tipp

Bei immunsupprimierten Personen ist eine prolongierte Ausscheidung von SARS-CoV-2 (Shedding) häufig zu beobachten. Die Leitlinie betont, dass bei asymptomatischen Verläufen und hohen Ct-Werten (>30) eine kausale onkologische Therapie trotz persistierender Positivität durchgeführt werden kann. Die Sorge vor einer COVID-19-Infektion darf die Bekämpfung einer lebensgefährlichen Krebserkrankung nicht beeinträchtigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird keine Unterbrechung der laufenden Krebstherapie für die Impfung empfohlen. Wenn möglich, sollten Impfungen jedoch bis zwei Wochen vor Beginn der Chemotherapie appliziert werden.

Es wird der Einsatz von mRNA-Impfstoffen gegenüber anderen Impfstoffen empfohlen. Zudem sollte die höchstzugelassene Impfdosierung verwendet werden.

Die Leitlinie beschränkt den Einsatz der PrEP auf begründete Einzelfälle bei Hochrisikopersonen mit schwerer Immundefizienz. Dies betrifft beispielsweise Personen nach Stammzelltransplantation oder unter B-Zell-depletierender Therapie, sofern die zirkulierenden Virusmutanten auf die Antikörper ansprechen.

Es wird dringend eine Multiplex-NAT-Diagnostik aus respiratorischem Material empfohlen. Diese sollte neben SARS-CoV-2 mindestens auch Influenza und RSV umfassen, da ein hohes Risiko für Doppelinfektionen besteht.

Hospitalisierte Personen mit COVID-19 sollen standardmäßig eine medikamentöse Thromboembolieprophylaxe mit niedermolekularem Heparin erhalten. Bei einer GFR unter 30 ml/min sind unfraktionierte Heparine zu bevorzugen.

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Quelle: Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Blut- und Krebserkrankungen (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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