Colitis ulcerosa: Diagnostik, Therapie und Dosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: ACG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die ACG-Leitlinie (2019) bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung der Colitis ulcerosa (CU) bei Erwachsenen. CU ist eine chronische, immunvermittelte entzündliche Erkrankung des Dickdarms, deren Inzidenz weltweit ansteigt.

Die Erkrankung verläuft meist in Schüben und beginnt typischerweise im Rektum, von wo sie sich nach proximal ausdehnen kann. Zu den Leitsymptomen gehören rektale Blutungen, Stuhldrang und Tenesmen.

Das primäre Behandlungsziel ist eine anhaltende, steroidfreie Remission. Zudem wird zunehmend die mukosale Heilung als wichtiges Therapieziel angestrebt, um Morbidität, Krankenhausaufenthalte und das Risiko für kolorektale Karzinome zu senken.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem Einsatz von NSAR, Opioiden und Anticholinergika bei akut schwerer Colitis ulcerosa, da diese Medikamente das Risiko für ein toxisches Megakolon erhöhen können. Zudem wird betont, dass systemische Kortikosteroide zwar effektiv zur Remissionsinduktion sind, jedoch aufgrund fehlender Wirksamkeit und hoher Nebenwirkungsraten niemals zur Erhaltungstherapie eingesetzt werden sollen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Screening-Koloskopie zur Dysplasieerkennung 8 Jahre nach der Diagnosestellung empfohlen. Bei Patienten mit gleichzeitiger primär sklerosierender Cholangitis (PSC) sollte das Screening bereits zum Zeitpunkt der Diagnose erfolgen.

Es wird der Einsatz von rektalem 5-Aminosalicylat (5-ASA) in einer Dosierung von 1 g/Tag zur Induktion und Erhaltung der Remission empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt eine stationäre Aufnahme und die intravenöse Gabe von Kortikosteroiden (z.B. Methylprednisolon 60 mg/Tag). Zudem wird eine medikamentöse Thromboseprophylaxe dringend angeraten.

Wenn sich nach 3 bis 5 Tagen intravenöser Steroidgabe keine ausreichende klinische Besserung zeigt, wird eine Rescue-Therapie mit Infliximab oder Cyclosporin empfohlen.

Fäkales Calprotectin kann laut Leitlinie als nicht-invasiver Marker zur Beurteilung der Krankheitsaktivität genutzt werden. Es wird als Surrogatparameter für die mukosale Heilung vorgeschlagen, wenn eine Endoskopie nicht durchführbar oder verfügbar ist.

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Quelle: ACG Clinical Guideline: Ulcerative Colitis in Adults (ACG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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