StatPearls2026

MMR-Impfstoff (Masern, Mumps, Röteln): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Masern, Mumps und Röteln sind hochkontagiöse Virusinfektionen, die zu schweren Komplikationen wie Pneumonie oder Enzephalitis führen können. Der MMR-Impfstoff ist ein attenuierter Lebendimpfstoff, der das Immunsystem stimuliert und eine effektive Immunität gegen diese Erreger aufbaut.

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die Indikationen für die Routineimmunisierung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Zudem werden spezifische Empfehlungen für Hochrisikogruppen und Reisende formuliert.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Postexpositionsprophylaxe (PEP) zur Verhinderung von Ausbrüchen. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer hohen Durchimpfungsrate zur Aufrechterhaltung der Herdenimmunität und zur Vermeidung kongenitaler Fehlbildungen durch Rötelninfektionen in der Schwangerschaft.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur MMR-Impfung:

Routineimmunisierung

Die Leitlinie empfiehlt die routinemäßige MMR-Impfung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nach 1957 geboren wurden und keine Immunität aufweisen. Für Erwachsene, die vor 1957 geboren wurden, wird in der Regel eine natürliche Immunität angenommen.

Für bestimmte Risikogruppen wird eine Impfung unabhängig vom Geburtsjahr empfohlen:

  • Medizinisches Personal

  • Militärangehörige

  • Reisende außerhalb Nordamerikas

  • Studierende in postsekundären Bildungseinrichtungen

Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Laut Leitlinie kann der MMR-Impfstoff als Postexpositionsprophylaxe eingesetzt werden. Die Verabreichung wird für immunkompetente Säuglinge im Alter von 6 bis 12 Monaten innerhalb von 72 Stunden nach Exposition empfohlen.

Für immunkompetente, nicht-schwangere Personen ab 12 Monaten wird die Impfung innerhalb von 6 Tagen nach Exposition empfohlen.

Bei Kontraindikationen gegen die MMR-Impfung wird stattdessen die Gabe von Immunglobulinen empfohlen. Dies betrifft laut Leitlinie Schwangere, stark immungeschwächte Personen sowie Säuglinge unter 6 Monaten.

Besondere Patientengruppen

Es wird empfohlen, Frauen im gebärfähigen Alter mindestens einen Monat vor einer geplanten Schwangerschaft zu impfen. Während der Stillzeit gilt die MMR-Impfung laut Leitlinie als sicher für Mutter und Kind.

Um das Risiko von Fieberkrämpfen zu reduzieren, wird bei Kindern zwischen 12 und 23 Monaten die getrennte Gabe von MMR- und Varizellen-Impfstoff gegenüber dem Kombinationsimpfstoff (MMRV) bevorzugt.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsschemata für die subkutane oder intramuskuläre Injektion (0,5 ml pro Dosis) vor:

PatientengruppeDosisZeitpunkt / Intervall
Kinder (Routine)2 Dosen1. Dosis: 12-15 Monate, 2. Dosis: 4-6 Jahre
Ungeimpfte (12 Monate bis 13 Jahre)2 DosenMindestabstand von 28 Tagen
Erwachsene (geboren nach 1957)1 DosisEinmalige Gabe (sofern keine Risikogruppe)
Hochrisiko-Erwachsene (z. B. med. Personal)2 DosenMindestabstand von 28 Tagen
Säuglinge (6-11 Monate) vor Auslandsreisen1 DosisVor Abreise (zählt nicht zur Routine-Serie)

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende absolute Kontraindikationen für die MMR-Impfung:

  • Schwangerschaft (aufgrund des theoretischen Risikos für den Fötus durch den Lebendimpfstoff)

  • Schwere allergische Reaktionen oder Anaphylaxie nach einer früheren Dosis oder gegen Bestandteile wie Neomycin oder Gelatine

  • Schwere Immunsuppression (z. B. HIV-Infektion mit CD4-Zellzahl unter 15 %)

  • Langzeitbehandlung mit hochdosierten Kortikosteroiden (mindestens 2 mg/kg/Tag für mehr als 14 Tage)

  • Familienanamnese mit angeborener oder erblicher Immunschwäche (sofern die Immunkompetenz des Patienten nicht laborchemisch bestätigt ist)

Eine relative Kontraindikation stellt die kürzliche Behandlung mit Blutprodukten oder Immunglobulinen dar. Hier wird laut Leitlinie ein Abstand von 3 bis 11 Monaten zur Impfung empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, einen Tuberkulin-Hauttest kurz nach der MMR-Impfung durchzuführen, da der Impfstoff die Hautreaktion vorübergehend abschwächen kann. Es wird empfohlen, den Test entweder am selben Tag wie die Impfung oder erst mit einem Abstand von 4 bis 6 Wochen durchzuführen. Zudem wird betont, dass eine leichte Eiallergie keine Kontraindikation darstellt, da die Spuren von Hühnereiweiß im Impfstoff für eine allergische Reaktion nicht ausreichen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie muss ein Mindestabstand von 28 Tagen zwischen der ersten und der zweiten Dosis eingehalten werden.

Nein, die Leitlinie stuft die MMR-Impfung in der Schwangerschaft als kontraindiziert ein, da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt. Es wird empfohlen, ungeimpfte Frauen erst nach der Entbindung zu impfen.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Impfung die Sensitivität des Tuberkulin-Tests verringern kann. Der Test sollte daher entweder zeitgleich mit der Impfung oder im Abstand von 4 bis 6 Wochen erfolgen.

Ja, laut Leitlinie ist die Menge an Hühnereiweiß im Impfstoff zu gering, um bei Personen mit einer Eiallergie eine Reaktion auszulösen. Eine leichte Eiallergie gilt nicht als Kontraindikation.

Es wird empfohlen, Immunglobuline bei Säuglingen unter 6 Monaten, Schwangeren und immungeschwächten Personen einzusetzen. Bei diesen Gruppen ist der Lebendimpfstoff kontraindiziert oder nicht zugelassen.

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Quelle: StatPearls: MMR Vaccine (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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