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Besenreiser und retikuläre Varizen: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Telangiektasien (Besenreiser) und retikuläre Varizen an den unteren Extremitäten sind sehr häufig. Sie treten mit zunehmendem Alter vermehrt auf und betreffen etwa 41 % der Frauen. Die genaue Ursache ist unbekannt.

Betroffene können asymptomatisch sein oder über Schmerzen, Brennen und Juckreiz klagen. Zur Behandlung stehen verschiedene Methoden wie Sklerotherapie, Laser, intensiv gepulstes Licht (IPL), Mikrophlebektomie und Thermoablation zur Verfügung.

Bisher ist keine dieser Methoden als eindeutig überlegen etabliert. Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Evidenz der verschiedenen Behandlungsansätze basierend auf 35 randomisiert-kontrollierten Studien.

Empfehlungen

Der Cochrane Review formuliert folgende zentrale Erkenntnisse zur Behandlung von Besenreisern und retikulären Varizen.

Wirksamkeit der Sklerotherapie

Sklerosierungsmittel zeigen im Vergleich zu Placebo eine signifikant höhere Rate an Rückbildungen oder Besserungen der Telangiektasien (moderate Evidenz).

Gleichzeitig treten jedoch häufiger unerwünschte Ereignisse wie Hyperpigmentierung und Matting (Neubildung feinster Blutgefäße) auf. Zudem wird bei der Sklerotherapie möglicherweise mehr Schmerz empfunden als bei Placebo (niedrige Evidenz).

Vergleich der Wirkstoffe und Methoden

Laut Review gibt es keinen Nachweis, dass ein bestimmtes Sklerosierungsmittel oder die Lasertherapie bezüglich der Rückbildung der Varizen überlegen ist. Die Unterschiede liegen primär im Nebenwirkungsprofil.

TherapieansatzRückbildung / BesserungSchmerzenHyperpigmentierung / Matting
Polidocanol (vs. andere Sklerosantien)Kein UnterschiedGeringerKein Unterschied
Natriumtetradecylsulfat (vs. andere)Kein UnterschiedWahrscheinlich höherHöher
Schaumsklerosierung (vs. andere)Kein UnterschiedKein UnterschiedMatting möglicherweise höher
Lasertherapie (vs. Sklerosantien)Kein UnterschiedInkonsistentHyperpigmentierung geringer

Kombinationstherapien

Die Kombination aus Lasertherapie und Sklerotherapie mit Polidocanol führt im Vergleich zur alleinigen Polidocanol-Gabe möglicherweise zu einer besseren Rückbildung (niedrige Evidenz).

Allerdings ist diese Kombinationstherapie laut den Studiendaten auch mit stärkeren Schmerzen verbunden. Bei den Raten für Hyperpigmentierung oder Matting zeigt sich kein klarer Unterschied.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Wahl des Sklerosierungsmittels wird empfohlen, das unterschiedliche Nebenwirkungsprofil zu berücksichtigen. Der Review hebt hervor, dass Polidocanol im Vergleich zu anderen Mitteln wahrscheinlich weniger Schmerzen verursacht. Im Gegensatz dazu ist Natriumtetradecylsulfat (STS) mit vermehrter Hyperpigmentierung und Matting assoziiert.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review gibt es keine eindeutige Überlegenheit eines einzelnen Sklerosierungsmittels oder der Lasertherapie bezüglich der Rückbildung. Sklerosierungsmittel sind jedoch generell signifikant wirksamer als Placebo.

Die Lasertherapie führt im Vergleich zu Sklerosierungsmitteln möglicherweise zu weniger Hyperpigmentierung. Bezüglich der Schmerzhaftigkeit liefert die aktuelle Studienlage jedoch inkonsistente Ergebnisse.

Eine Kombinationstherapie aus Laser und Polidocanol kann die Rückbildungsrate von Besenreisern verbessern. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Methode mit stärkeren Schmerzen verbunden sein kann.

Der Review zeigt, dass STS im Vergleich zu anderen Sklerosierungsmitteln häufiger zu Hyperpigmentierung und Matting führt. Zudem verursacht es wahrscheinlich stärkere Schmerzen bei der Behandlung.

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Quelle: Cochrane Review: Treatment for telangiectasias and reticular veins (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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