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Lasertherapie bei hypertrophen Narben und Keloiden: Cochrane

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Hypertrophe Narben und Keloide entstehen durch eine gestörte Wundheilung. Sie können Juckreiz sowie Schmerzen verursachen und die Lebensqualität der Betroffenen physisch wie psychisch stark einschränken.

Zur Behandlung werden verschiedene Ansätze wie intraläsionale Kortikosteroide, chirurgische Eingriffe und zunehmend auch Lasertherapien eingesetzt. Da Laserbehandlungen kostenintensiv sind und Nebenwirkungen haben können, ist eine genaue Evaluation von Nutzen und Risiken entscheidend.

Dieser Artikel basiert auf einem Cochrane-Review, der 15 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit insgesamt 604 Teilnehmern auswertete. Die eingeschlossenen Studien wiesen jedoch durchgehend ein hohes Verzerrungsrisiko auf, insbesondere aufgrund fehlender Verblindung.

Empfehlungen

Der Review kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Evidenz unzureichend ist, um die Wirksamkeit der Lasertherapie bei hypertrophen Narben und Keloiden eindeutig zu belegen oder zu widerlegen.

Vergleich der Interventionen

Laut Review gibt es aufgrund der geringen Studienqualität und Heterogenität kaum belastbare Daten. Die Ergebnisse der untersuchten Vergleiche stellen sich wie folgt dar:

InterventionVergleichsgruppeErgebnis zur NarbenverbesserungEvidenzgrad
585-nm gepulster Farbstofflaser (PDL)Keine BehandlungMögliche Verbesserung (RR 1,96)Niedrig
Nicht-ablativer fraktionierter Laser (NAFL)Keine BehandlungUnklarer EffektSehr niedrig
Fraktionierter CO2-LaserKeine BehandlungUnklarer EffektSehr niedrig
585-nm PDLTAC, 5-FU oder TAC + 5-FUUnklarer EffektSehr niedrig
Erbium-LaserTACUnklarer EffektSehr niedrig
Laser + Zusatztherapie (z.B. TAC, 5-FU)Nur ZusatztherapieUnklarer EffektSehr niedrig

Nebenwirkungen

Es werden verschiedene behandlungsbedingte Nebenwirkungen erfasst, darunter Schmerzen, Hautatrophie, Telangiektasien, Hypo- und Hyperpigmentierung sowie Blasenbildung.

Aufgrund der sehr niedrigen Evidenzqualität können jedoch keine sicheren Schlussfolgerungen zum relativen Nebenwirkungsrisiko der verschiedenen Laserverfahren gezogen werden.

Forschungsbedarf

Die Autoren betonen die Notwendigkeit weiterer qualitativ hochwertiger Studien. Zukünftige Untersuchungen sollten folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Nutzung validierter Skalen und einheitlicher Endpunkte (Core Outcome Sets)

  • Einbezug der Patientenpräferenzen und -werte

  • Langzeit-Follow-up zur Erfassung von Narbenrezidiven

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💡Praxis-Tipp

Obwohl die Lasertherapie bei Narben häufig angewendet wird, weist der Review darauf hin, dass die wissenschaftliche Evidenz für einen klaren Vorteil gegenüber Standardtherapien derzeit sehr schwach ist. Es wird empfohlen, Betroffene transparent über die unklare Datenlage, mögliche Nebenwirkungen wie Pigmentstörungen oder Atrophien sowie die anfallenden Kosten aufzuklären.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane-Review gibt es Hinweise von niedriger Qualität, dass ein 585-nm gepulster Farbstofflaser (PDL) im Vergleich zu keiner Behandlung eine Verbesserung bewirken kann. Für andere Laserarten und Vergleiche ist die Evidenzlage derzeit unklar.

Der Review stellt fest, dass die Evidenz für den Vergleich zwischen Lasertherapie und intraläsionalen Kortikosteroiden (wie Triamcinolonacetonid) sehr niedrig ist. Es kann daher keine sichere Aussage zur Überlegenheit einer der beiden Methoden getroffen werden.

Zu den berichteten Nebenwirkungen zählen Schmerzen, Hautverdünnung (Atrophie), Pigmentstörungen, erweiterte Äderchen (Telangiektasien) und Blasenbildung. Die Datenlage reicht jedoch nicht aus, um das genaue Risiko verlässlich zu quantifizieren.

Die eingeschlossenen Studien untersuchten unter anderem den 585-nm gepulsten Farbstofflaser (PDL), fraktionierte CO2-Laser, nicht-ablative fraktionierte Laser (NAFL), Erbium-Laser und Nd:YAG-Laser.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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