Brustkrebsprävention: Tamoxifen und Aromatasehemmer
Hintergrund
Der Cochrane Review (2019) untersucht den Einsatz von krebsvorbeugenden Wirkstoffen zur primären Prävention von Brustkrebs. Die Zielgruppe sind Frauen ohne vorherige Brustkrebserkrankung, die jedoch ein überdurchschnittliches Risiko für die Entwicklung eines Mammakarzinoms aufweisen.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Pharmakologische Präventionsstrategien zielen darauf ab, die Inzidenz durch den Einsatz von selektiven Estrogenrezeptormodulatoren (SERMs) oder Aromatasehemmern zu senken.
Die Akzeptanz dieser Medikamente in der Praxis ist oft gering. Dies liegt primär an den potenziellen Nebenwirkungen, weshalb eine sorgfältige Abwägung zwischen dem Nutzen der Risikoreduktion und der Toxizität der Wirkstoffe erforderlich ist.
💡Praxis-Tipp
Laut dem Review ist die Aufklärung über das spezifische Nebenwirkungsprofil essenziell, da die Angst vor Toxizität das Haupthindernis für die Einnahme präventiver Medikamente darstellt. Es wird hervorgehoben, dass Aromatasehemmer zwar wirksamer als Tamoxifen zu sein scheinen und keine Endometriumkarzinome verursachen, für sie jedoch noch keine Langzeitdaten zur Toxizität bei gesunden Frauen vorliegen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Review richtet sich die medikamentöse Prävention an Frauen ohne vorherige Brustkrebserkrankung, die ein überdurchschnittliches Risiko für die Entwicklung eines Tumors aufweisen.
Der Review zeigt, dass Tamoxifen das Risiko für die Entstehung von Brustkrebs im Vergleich zu Placebo um etwa 32 % reduziert.
Eine Netzwerk-Meta-Analyse des Reviews deutet darauf hin, dass Aromatasehemmer das Brustkrebsrisiko stärker senken als Tamoxifen. Die Evidenz für diesen indirekten Vergleich wird jedoch als niedrig eingestuft.
Der Review warnt davor, dass Tamoxifen das Risiko für Endometriumkarzinome und thromboembolische Ereignisse signifikant erhöht.
Gemäß den vorliegenden Daten sind Aromatasehemmer im Gegensatz zu Tamoxifen nicht mit einem erhöhten Risiko für Endometriumkarzinome oder Thromboembolien assoziiert. Sie verursachen stattdessen häufiger muskuloskelettale und endokrine Beschwerden.
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Quelle: Cochrane Review: Risk-reducing medications for primary breast cancer: a network meta-analysis (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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