Mammakarzinom: Osteoprotektion und Frakturprävention
Hintergrund
Frauen mit frühem oder lokal fortgeschrittenem Brustkrebs haben ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund und Osteoporose. Dies wird häufig durch die Krebstherapie, wie beispielsweise Chemotherapie oder endokrine Therapie, ausgelöst.
Knochenresorptionshemmende Medikamente wie Bisphosphonate und der RANKL-Inhibitor Denosumab werden eingesetzt, um diesen Knochenabbau zu verlangsamen. Ziel ist es, die Knochendichte zu erhalten und das Frakturrisiko der betroffenen Frauen zu senken.
Der vorliegende Cochrane Review (2024) vergleicht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener knochenmodifizierender Wirkstoffe. Er basiert auf einer Netzwerk-Metaanalyse von 47 randomisierten kontrollierten Studien mit über 35.000 Teilnehmerinnen.
💡Praxis-Tipp
Laut Metaanalyse senken nicht alle Bisphosphonate das Frakturrisiko bei Brustkrebspatientinnen gleichermaßen. Es wird darauf hingewiesen, dass Pamidronat die Frakturrate im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich sogar erhöht und daher in diesem Kontext kritisch betrachtet werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Der Cochrane Review zeigt, dass Zoledronsäure, Ibandronat und Denosumab die Knochendichte wahrscheinlich erhöhen. Alendronat und Pamidronat zeigten in den Analysen hingegen keinen sicheren Nutzen.
Die aktuelle Metaanalyse fand keinen signifikanten Überlebensvorteil durch knochenmodifizierende Medikamente. Es zeigte sich kaum bis kein Unterschied im Gesamtüberleben im Vergleich zu Placebo.
Beide Wirkstoffe erhöhen laut Review das Risiko für eine Kieferosteonekrose. Zoledronsäure ist zusätzlich mit einem erhöhten Risiko für Nierenfunktionsstörungen assoziiert, während Denosumab hierauf wahrscheinlich keinen Einfluss hat.
Clodronat und Ibandronat senken die Frakturrate mit hoher Vertrauenswürdigkeit der Evidenz. Zoledronsäure und Denosumab senken das Risiko wahrscheinlich leicht.
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Quelle: Cochrane Review: Bone-modifying agents for reducing bone loss in women with early and locally advanced breast cancer: a network meta-analysis (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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