PSA bei Infektionskrankheiten: An- und Ablegeprotokolle

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Beschäftigte im Gesundheitswesen sind bei der Behandlung von Patienten mit hochinfektiösen Erkrankungen wie COVID-19, SARS oder Ebola einem stark erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Übertragung erfolgt häufig durch den Kontakt mit kontaminierten Körperflüssigkeiten, Tröpfchen oder Aerosolen.

Um dieses Risiko zu minimieren, ist die korrekte Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) essenziell. Die Ausrüstung dient als physische Barriere für Haut und Schleimhäute, kann jedoch bei unsachgemäßem Gebrauch, insbesondere beim Ablegen, selbst zur Kontaminationsquelle werden.

Dieser Cochrane-Review untersucht die Wirksamkeit verschiedener PSA-Arten, Modifikationen der Ausrüstung sowie unterschiedlicher An- und Ablegeprotokolle (Donning und Doffing). Zudem wird der Effekt von Schulungsmaßnahmen auf die Compliance des medizinischen Personals bewertet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, dass das Ablegen (Doffing) der Schutzausrüstung ein kritisches Risiko für Selbstkontaminationen darstellt. Es wird hervorgehoben, dass das Tragen von zwei Paar Handschuhen sowie gesprochene Anweisungen durch eine zweite Person während des Ablegeprozesses die Fehlerquote und das Infektionsrisiko signifikant senken können.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane-Review bietet eine umfassendere Körperbedeckung (z. B. Overall mit gebläseunterstütztem Atemschutz) den besten Schutz. Dies erschwert jedoch das An- und Ablegen und kann den Tragekomfort einschränken.

Ja, die Leitlinie zeigt, dass das sogenannte Double-Gloving die virale und bakterielle Kontamination der Hände beim Ablegen der Ausrüstung signifikant reduzieren kann.

Es wird berichtet, dass die Desinfektion der äußeren Handschuhe mit Bleichmittel oder quartären Ammoniumverbindungen die Kontamination verringert. Alkoholbasierte Desinfektionsmittel zeigten in den Studien hingegen keinen entsprechenden Effekt.

Die Leitlinie empfiehlt aktive Schulungsformate wie Face-to-Face-Training, Videos oder Computersimulationen. Diese Methoden reduzieren Fehler beim Ablegen der PSA deutlich besser als rein passive Informationsmaterialien.

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Quelle: Cochrane Review: Personal protective equipment for preventing highly infectious diseases due to exposure to contaminated body fluids in healthcare staff (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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